produkte

gelesen :: The Woman who went to bed for a year

Im Berghaus Freiburg, wo wir während des Pfingstcamps waren, gibt es eine Bibliothek, wo man Bücher gegen eine kleine Spende mitnehmen kann. Ich hatte fand mich immer mal wieder vor den Bücherregalen und schaute mir die Titel und Bücher an, hatte aber eigentlich keine Zeit zum Lesen. Ein Buch stach mir ins Auge, dessen Titel und Klappentext mich ansprach. Das nahm ich mir mit und las es an. Während meines Freundinkuschelwochenendes hatte ich sowohl auf der vierstündigen Bahnfahrt als auch in unserer Hängemattenburg Zeit, das Buch zu lesen. Es ist schon ewig her, daß ich mich in so kurzer Zeit durch etwas mehr als 400 Seiten geschmökert habe. Ich habe das Buch in englisch gelesen, es gibt aber auch eine deutsche Übersetzung*.

Lindenhof Salem

The woman who went to bed for a year, Sue Townsend, Penguin, 8,02 Euro (Taschenbuch), 6,49 Euro (Kindle)*

Ich fand das Buch sehr unterhaltsam geschrieben, es hatte allerdings keinen sonderlichen Tiefgang. Nachdem ihre Zwillinge ausgezogen sind, um an der Uni zu studieren, beschliesst die fünfzigjährige Eva, im Bett zu bleiben. Einfach mal nicht mehr funktionieren. Sie denkt über ihr Leben nach während die Strukturen, die sie durch ihr Tun aufrecht erhalten hat rings um sie zusammenbrechen. Von einigen wird sie für verrückt erklrät, andere beneiden sie heimlich, denn auch sie würden lieber die Decke über den Kopf ziehen anstatt immerzu da zu sein. Die Charaktere sind sehr überspitzt dargestellt. Es entsteht eine wirre Geschichte, ein Abbild der Gesellschaft und ein Aufzeigen der Konstrukte, die wir im Familienleben aufbauen (der Mann, der plötzlich hilflos dasteht, weil die Frau ihm kein Essen kocht, der immer stete Ablauf von Weihnachten, die Dynamik von Medien…). Das Buch ist witzig geschrieben, ich musste immer wieder lachen oder Stellen laut vorlesen. Hat mir Spaß gemacht, das Buch zu lesen.

Zwei notierte Zitate:

„You gotta look after the small things in life, Mrs Brown-Bird, there’s nothing we can do about the big stuff“ (Alexander darüber, wie wichtig es ist, sich auch das Essen hübsch anzurichten und es sich schön zu machen, S. 101)

„Goodness means telling good lies, so that people won’t get hurt by true words.“ (eines der Kinder darüber, was es heisst, sich zu benehmen/gut zu sein, S. 207)

*Affiliate Links

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.