In unserem Auto

In unserem Auto

Wir haben als Familie nur ein Auto. Das ist recht ungewöhnlich hier auf dem Land, wo man auf das Auto angewiesen ist. Es bringt uns auch immer mal wieder an Grenzen und Herausforderungen. Aber so generell haben wir uns gut arrangiert und kommen klar. Wir haben einen VW Touran. 5 Sitze. Wenn wir als Familie fahren, sind wir voll. Da passt keine zusätzliche Person mit rein.

Die meiste Zeit hat der Mann das Auto. Er fährt damit in die Arbeit, kauft ein, nutzt es zum Transport seiner Gongs zu Gongmeditationen und Ausbildungen. Wir (also vorallem der Mann) legen viel Wert auf den Zustand des Autos. Das kann man bei 3 Kindern schnell mal aus dem Auge verlieren. Es gilt die strenge Regel: im Auto wird nicht gegessen. Hat den Hintergrund, daß keiner Lust hat, die Krümel aufzuräumen oder das Auto sauber zu machen. Der Mann möchte sich auch nicht in Businessverkleidung ins Auto setzen und dann Krümel oder Schmutz am Po kleben haben. Verständlich.

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Auf der Rückbank hatten wir bisher eine große Decke über die ganze Länge unter den Kindersitzen ausgebreitet, damit die Polsterfläche nicht so beansprucht wird. Eine Decke wäscht man schneller mal als ein Polster. Gegen Verschmutztung der vorderen Sitze von hinten hatten wir so Utensilos von Ikea und Tschibo hängen. Beide waren nur mittelgute Lösungen. Schon eine Weile hielt ich Ausschau nach einer Alternative, weils einfach nur schlabberig herum hing und schon auseinander ging (Nähte lösten sich).

Da stolperte ich über Sitzschoner und Utensilos von Diono und fragte sie zum Testen an. Als die Produkte geliefert wurden, war ich begeistert von der guten Verarbeitung und der Stabilität, aber auch davon, daß sie nicht von unangenehmen Plastikgeruch umgeben waren. Erster Eindruck also schonmal positiv.

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Dann ging es zum Härtetest. Den haben wir gleich auf unserer Fahrt nach Berlin machen können. Decke von den Sitzen, neue Sitzschoner drüber und Sitz wieder drauf. Die Sitzschoner passen sich gut der Rückbank an und lappen vorn weit genug drüber, daß auch die Rückseite der Schuhe keine Schmuddelschäden anrichten kann. Die sind toll. Da kauf ich uns noch einen weiteren für den mittleren Sitz. Das ist einmal die Ultra Mat und die Ultra Mat Deluxe.

Die Sitzschoner für Hinterseiten der vorderen Sitze machten auch einen guten Eindruck. Einmal ist das ein einfacher, der sich selbst auseinanderfaltet und in Spannung bleibt: Stuff’n Scuff und einmal ein umfangreicher Utensilo zum Unterbringen von Krimskrams während der Fahrt: Stow’n Go.

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Die Anbringung der Car Seat Organizer war etwas schwierig. Das System an sich super einfach und offensichtlich – um die Kopfstütze herum befestigt man den Organizer mit einem Gurt mit Klettverschluss bzw Schnalle. Unten sind zwei Gummis mit Haken, die man an der Unterseite des Sitzes einhaken kann. Was jedoch nicht ganz passt: Der Verschluss mit Klettverschluss lässt sich nicht gut justieren, sodass er schlabbrig um die Kopfstütze herum hängt. Ein Blick auf die Produktfotos auf der Website des Herstellers verrät mir, daß die Kopfstützen da ganz anders aussehen. Wir haben den Gurt jetzt ein paar Runden um dei Kopfstütze gewurschtelt und dann erst mit Klett festgemacht. Der Organizer mit der Schnalle (Stuff’n Scuff) lässt sich besser justieren.
Die Befestigung unten war auch nicht so einfach. Man muss eine geeignete Stelle an der Unterseite der Sitze ertasten, wo man die Haken einhängen kann. Da habe ich keine gut passende gefunden und die Haken einfach irgendwo im Gestänge eingehangen. Das hält nur so mittelgut. Da wäre eine festere Sicherung sinnvoller, da sie Kinder ja mit ihren Füßen dagegentreten und den Schutz so ganz leicht lösen können.

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Fazit: Die Dinger sind gut, super verarbeitet, haltbar, abwischbar und sehen gut aus. Die Befestigung für unser deutsches Auto wäre nochmal zu überdenken. Oder – sollte ich mich blöd angestellt haben – wäre eine Befestigungsanleitung zum Produkt hilfreich.

Welche Lösung hast du für dein Auto? Gibt es bei dir auch eine spezielle Autoregel (nicht essen, nur in Socken einsteigen…)? Oder ist das egal, weil es dir nicht so wichtig ist, wie das Auto aussieht?

11 Gedanken zu „In unserem Auto

  1. Ja, bei uns darf im Auto auch nicht gegessen werden. Da es sich um ein Firmenfahrzeug handelt und ich ab und zu auch mal spontan den Chef mitnehmen muss, versuche ich den Wagen immer halbwegs präsentabel zu halten ;) Ausnahmen mache ich bei Urlaubsfahrten. Dafür gönne ich mir danach auch eine professionelle Innenreinigung – die darf sich dann ruhig lohnen *g*. Als das Kind kleiner war hatte ich auch so einen Utensilo und eine Sitzunterlage (im damaligen Auto aber auch noch Ledersitze, die recht empfindlich waren). Jetzt ist sie 8 und es geht auch ohne. Habe das Gefühl, dass den Textilpolstern der Kindersitz auch nicht so viel ausmacht wie den schwarzen Ledersitzen im alten Auto. LG, Nora

  2. Oh Gott, wenn ich Essen im Auto nicht erlauben würde wäre hier aber was los….. 0.0
    Auch nicht auf so langen Fahrten?
    Das ist das einzige was meine Kinder bei Laune hält ;-)

    Das mit der Decke unter den Sitzen ist ja eine geniale Idee! Das mache ich jetzt direkt nach. Decken haben wir genug. Wir haben solche Utensilos von Jako-o. Die lagen hier aber ewig rum und jetzt im neuen Auto (auch Touran) werde ich sie endlich mal anbauen.

    LG

  3. FrauPN,

    Auch nicht auf langen Fahrten. Dafür gibt es Pausen. Essen ist ja keine Ersatzbefriedigung gegen Langeweile. Zur Beschäftigung auf langen Fahrten gibt es Hörspiele, Nintendo und Handy/Ipad Spiele. Für den Jüngsten Lieder, Spiele und Bücher.

  4. Jademond,

    „Essen ist ja keine Ersatzbefriedigung gegen Langeweile“
    !!!!
    ..genausowenig wie ein Trostpflaster!

    Bei uns wird trotzdem auch im Auto gegessen, wenn nötig. :-)
    Kein Schmutzschutz, außer einer Decke im Kofferraum.
    Und gesaugt wird nur einmal im Jahr nach dem Urlaub
    (irgendwie kommt immer der halbe Strand mit nach Hause..)
    Wir, incl. Auto(!), sind da etwas unempfindlicher, bzw. haben da nicht so einen Focus drauf.

  5. Bei uns ist Essen auf Urlaubsfahrten erlaubt, aber auch nur „kleine“ Snacks wie mal ein Stück trockene Breze oder eine Apfelspalte. Danach wird das Auto einfach gereinigt bzw. die Kindersitze abgezogen. Gegen Kinderschuhe haben wir auch diese Utensilositzschoner, allerdings echt hässliche ;). Wir hören im Auto nie Kindermusik, das ist vielleicht etwas ungewöhnlich, aber als Fahrer würde ich sonst wahnsinnig :D. Das Platzproblem hatten wir jetzt mit zwei kleinen Kindern und häufig langen Fahrten mit Kinderwagen, Cello etc. auch. Deswegen gab es im letzten Jahr einen Ford Galaxy, traumhaft!
    Linnea

  6. Ich habe keinerlei Schoner im Auto, denn meine Kids dürfen im Auto auch nicht essen. Auf Socken müssen sie nicht gehen, den normalen Straßendreck beseitige ich in regelmäßigen Abständen, meist ist das Auto von außen sehr viel schmutziger und müsste öfters geputzt werden, als innen:)

    Gruß Simone

  7. Interessantes Thema! Ich habe da einen Konflikt mit meinem Mann und bin nicht ganz sicher, wer Recht hat. Vermutlich beide ein bisschen. Mein Mann ist so mittelpedantisch, was das Auto betrifft. Es ist unser eigenes, wir müssen beruflich nicht damit glänzen und wir fahren insgesamt nicht viel, weil man in der Stadt alles gut zu Fuß oder per Rad erreichen kann. Ich finde, ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand und darf auch gebraucht aussehen. Die Kinder dürfen essen, mal schmutzige Schuhe haben und auch krümlige Schätze, wie fusselnde Gräser mit reinnehmen, weil ich toll finde, was sie sammeln und spießig, sie deswegen zu belehren (was meistens auch ungehalten ausfällt, weil Kinder da naturgemäß gedankenlos sind). Manchmal denke ich dann doch, dass es auch wertmindernd ist und mein Mann eben nicht nur Unrecht hat, dass man das Auto auch pfleglich behandeln sollte. So Dinge wie Essenskrümel und kleine Dreckspuren von kleinen Füßen finde ich ok, es steht uns ja frei, das wegzusaugen und da finde ich, die Kinder sind auf langen Reisen zu eingeschränkt, wenn sie immer auf Pausen warten müssen – das kostet ja auch viel Reisezeit.

  8. Wir essen oft und gerne im Auto und so sieht es auch aus…Schuhe aus nur dann, wenn sie nass matschig sind… Ich glaube für viele sieht unser Auto furchterregend aus, uns ist das ziemlich egal ;-) Vor längeren Fahrten mache ich es mit den Kindern gemeinsam wieder sauber, das ist ein großer Spaß für meine zwei Mädels. Ich sauge und sie sind bewaffnet mit Eimer und Lappen!

  9. Wir hören im Auto auch keine Kindermusik. Wenn alle im Auto sitzen, hören wir gar nichts! Da ist der Lärmpegel eh schon hoch genug. Hörspiele und Musik hören die Kinder über Kopfhörer. Der Jüngste noch nicht.

  10. wir haben auch nur ein auto, wohnen aber auch in der stadt. ich nenne es liebevoll unser landwirtschaftliches nutzfahrzeug. das sagt eigentlich schon alles: wir transportieren damit alles, was notwendig ist, vom pferdemist ( natürlich in bottichen ;-) ) über renovierungskram und einkäufe bis hin zu 7 personen. es darf also auch drin gegessen werden. wir haben einen dacia logan, und der ist superpraktisch und flexibel: mit drei handgriffen ist die 2. rückbank auch von einer nicht so großen frau wie mir ausgebaut und beiseitegepackt oder eben wieder eingebaut. auf langen reisen haben wir fürs gepäck einen dachkoffer, weil der kofferraum hinter der 2. rückbank mini ist. diese zweite rückbank ist ein segen: als die kinder noch kleiner waren und alle drei im kindersitz saßen, hatten wir noch einen normalen kombi, und da war es auf der rückbank wahnsinnig eng, das gab auf jeder fahrt streit und gezeter. jetzt sitzt ein kind auf der zweiten rückbank und alle haben gemütlich platz.

  11. Ich staune ja immer wieder, was bei einer Auto-Putzaktion so zum Vorschein kommt. Schmutzstiefel werden vorher ausgezogen, auch von den Erwachsenen. Und trotzdem sieht das Auto manchmal aus…

    Die Kinder schauen Bücher an, spielen mit Autos oder zeichnen. Auf langen Autofahrten spielen wir zur Abwechslung auch mal ein Gummibärchenspiel. Das ist immer sehr lustig und macht keine Krümel. Und manchmal höre ich Hörspiel-CDs, obwohl mich das auch nervt. Aber was soll’s…

    Eigentlich finde ich auch, dass ein Auto ein Gebrauchsgegenstand ist. Und ich mag auch nicht immer wieder das Auto ausräumen und saugen. Aber… es fühlt sich immer so gut an, wenn man in ein sauberes Auto einsteigen und fahren kann. Drum mache ich ab und zu mit einem meiner Kinder eine solche Aktion: Tanken, Auto waschen, dann alles ausräumen und saugen. Dauert 20 Minuten und alles ist wieder tipptopp.

    Lieber Gruss
    Milena

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