• _Alltag,  _Schwangerschaft

    Dünnhäutig

    Trotzdem ich mich gerade sehr ausgeglichen und entspannt fühle, erwische ich mich in diesen dünnhäutigen Momenten. Etwa, wenn ich das Hausgeburts-Schwangerschaftstagebuch von Frau Brise lese und mir die Tränen kullern. Oder die Geburtsgespräche auf Twitter mitlese. Dann fallen mir plötzlich die enttäuscht, verzweifelt und erschöpft geweinten Tränen ein, als ich wehend am Tisch stand kurz bevor wir in die Klinik fuhren. Die kehlezuschnürenden, aber erleichternden Tränen als ich im Nebel der Medikamente den ersten Schrei des Sternguckers hörte. Oder bei der rührenden Geschichte, über eine Mutterkuh, die ihr Baby vor dem Bauern versteckte, damit es ihr nicht wieder weggenommen würde. Dann fühle ich mich traurig, hilflos, klein und unbedeutend. Scheint…

  • _Schwangerschaft

    Gedanken nach der Geburt

    Wie ihr wahrscheinlich bemerkt, verarbeite ich immer noch die Geburt. So rein rationell habe ich Frieden geschlossen mit dem, wie es gelaufen ist. Aber in mir drinnen brodelt und arbeit es doch noch. In einem Gespräch mit der Hebamme, erwähnte sie das Wort: Unordnung. Die innere Ordnung der zellen wuirde gestört durch den Schnitt. Und genau so fühlt es sich an. Innere Unordnung. Immer wieder tauchen da diese nagenden Zweifel auf, ob denn jetzt wirklich alles gut ist. Immer wieder beschleichen mich unschöne Gedanken und Gefühle. Da ist sie wieder, die Angst vom Anfang, als der Sterngucker nicht zunehmen wollte. Als die Schilddrüsenwerte hoch waren. Und immer noch ein komischer…

  • _Schwangerschaft

    Geburtsbericht, Teil 2

    Nun ist schon eine ganze Weile vergangen, seit ich Teil 1 des Geburtsberichtes aufgeschrieben habe. Weiter also Im OP Im OP also bekam ich die Unterleibsbetäubung und den Mann in OP-Uniform dazu (wie schnuckelig, falls man das in so einer Situation noch feststellen darf). Der OP war voller Leute, ein ganzes Team. Ein Arzt allein dafür, mich zu unterhalten, um zu sehen, daß ich bei Sinnen bleibe ;-) Ich wartete also, daß ich was spüre. Und als hätte der Arzt es geahnt, meinte er irgendwann ganz lässig: „Sie können aufhören auf den Schmerz zu warten. Die operieren schon.“ Der Mann, der meinige, stand die ganze Zeit an meinem Kopfende und…