Zum Hebammentag

Zum Hebammentag

Am 5. Mai ist internationaler Hebammentag. Daher zitiere ich an dieser Stelle einfach aus der  Email meiner Hebamme und lade dich herzlich ein, dich in deiner Stadt für die Hebammen stark zu machen:

Das „Risiko“ auf die Welt zu kommen, kann nicht allein von den Hebammen getragen werden, sondern nur von der ganzen Gesellschaft!

„Leider gibt es von Seiten der Politik noch keine Signale, den von den Hebammenverbänden geforderten Haftungsfond und die Einführung einer Haftungsobergrenze als Lösung de Haftpflichtproblematik in Erwägung zu ziehen. Deswegen ist der 5. Mai so wichtig wie noch nie, um dieses lautstark zu fordern.

Das Motto ist: Wie sähe Deutschland ohne Hebammen aus?

Wir rufen alle Hebammen, Eltern und UnterstützerInnen auf, sich zwischen 16-18 Uhr am Karlsplatz zu versammeln. Politiker aus allen Parteien und die Präsidentin des Bayerischen Landesfrauenrates sind eingeladen, um kurze Reden zu halten. Auch mit den Elterninitiativen sind wir in Kontakt und sie gestalten diesen Tag mit uns. Die Presse ist natürlich informiert und wird uns wie in den letzten Wochen gut unterstützen.“

Parallel zu den Aktionen in den Ländern wird der DHV in Zusammenarbeit mit Grassroots Organizing zum 5. Mai eine Internetplattform starten. Bei dieser Plattform handelt es sich um eine sehr gezielte und gut organisierte Mitmachaktion für Eltern. Für weitere Informationen schau auf die Website des DHV und gib diese Info auch an andere Eltern weiter.

Komm in Rot oder Orange gekleidet mit Bannern, Plakaten und Lärmmachern am 5. Mai um 16 Uhr zum Karlsplatz nach München

Kundgebung in München
Aktionen am 5. Mai 2014

4 Gedanken zu „Zum Hebammentag

  1. Seit ein paar Jahren wünsche ich mir, jeder Mensch stelle sich vor, wie die Welt ohne Hebammen aussehe.
    Abgesehen von jenen, denen es nur um Macht und Geld geht, müssten alle anderen halbwegs wachen Menschen höchst alarmiert sein.
    So lange die Erkenntnis, wie wichtig Hebammen sind, sich nicht durch breite Bevölkerungsschichten zieht, sehe ich keine Lösung.
    Ich habe den Eindruck das manche Verbandshebammen in ihrer Parteizugehörigkeit gefangen sind, deshalb brauchen die „freien“Hebanmmen noch mehr Unterstützung von uns.
    Auch vermute ich, das die nicht im Verband politisch aktiven, ihre Arbeit mit Herz und Leidenschaft tuenden Hebammen, nicht selber sagen mögen/können, wie wichtig sie sind. Jedenfalls können manche das nicht so vorbehaltlos und vehement tun, wie wir anderen es können.
    Mich gruselt wirklich bei der Vorstellung einer Welt ohne Hebammen, ohne freie Wahl der Art der Geburten und des Ortes. Menschen wie du und ich werden vielleicht noch Alternativen in der Alleingeburt oder andere begleitete ( illegale?) Alternativen finden, aber für die anderen werden Geburten in Geburtsfabriken und das meist per Kaiserschnitt, die einzige Wahl sein. Kompetente Nachsorge, für Körper und Seele von Mutter und Kind werden kaum zu finden sein.
    Bei unserer Hebammendemo erzählte mir eine Frau, deren Schwester Hebamme ist, diese sei nach 15 Jahren freier Tätigkeit, wieder in eine Geburtsstation arbeiten gegangen. Das freie hatte sich finanziell nicht mehr getragen. Zwei Monate nur hat sie es in der Klinik ertragen. Sie meinte die Lage der Wöchnerinnen, die Geburten selber und die Lage der Hebammen habe sich so verändert, dass sie lieber ihr Geld mit Putzen verdienen würde als bei solchen Klinikgeburten mitzumachen. In der Klinik ging es, durchaus unter dem Deckmantel der sanften Geburt, nur um Effektivität und Geburten unter Zeitdruck!

    Ich weiß schon, das es noch gute Kliniken zum Gebären gibt, aber in denen werden gerade die Geburtsstationen immer öfter geschlossen oder gar das ganze Krankenhaus zugunsten anderer großer Häuser.
    Normalerweise schreibe ich zugunsten der Alternativen, des positiven Ausblicks. Was die Lage der Hebammen und damit aller werdenden Kinder betrifft, bin ich ratlos.
    Oft demonstriert habe ich schon vor 40 Jahren und finde es auch wichtig, doch sind die Demos nur ein Tropfen auf den heißen Stein, so lange nicht mehr als die Hälfte der Bevölkerung den Ernst der Lage demonstriert.
    Was können wir noch tun?

  2. Liebe Ramona, es ist so wichtig, dass wir weiterhin informieren und bloggen und aktiv sind und dass die Situation der Hebammen nicht einfach wieder untergeht, weil es ein unliebsames Thema ist. Danke für deinen Beitrag.
    Und um weiterhin ein wenig mehr zu informieren, warum Hebammenhilfe denn tatsächlich so wichtig ist, wie sie es denn ist und wie ich liebevolle Begleitung als Hebamme verstehe, habe ich ein Blog gestartet. Vielleicht magst du ja mal reinschauen?
    Liebe Grüße,
    Marit

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