Ein Ausflug in die Vergangenheit

Ein Ausflug in die Vergangenheit

Am Wochenende war ich mit meinen ältesten Freundinnen auf einem Ausflug in die Vergangenheit unterwegs. Wir kennen uns zum Teil schon seit über vierzig Jahren. Zum 40.Geburtstag haben wir uns reihum Zeit miteinander verschenkt. Diesmal also war ein Ausflug nach Oybin dran, einem kleinen feinen Örtchen in der Nähe von Zittau. Dort waren wir in der Grundstufe schon zusammen zur Klassenfahrt.

Mit einer kompetenten Führerin bestiegen wir den Berg, lernten viel über die Geschichte der Burg und des Ortes, über Geologie und Standort. Das war eine sehr interessante Tour in kühlem Novembergrau (was perfekt für schöne Fotos war). Wir bewunderten Burgruinen, Klosterkirche und die Aussicht. Der Berg Oybin ist ein Sandsteinmonolith, der zum Teil durch vulkanische Tätigkeiten entstanden und verhärtet ist. An diesen Berg wurde dann aus strategischen Gründen die Burg gebaut, um Handelsstrassen zu überwachen. Ich tauche gern in solche Geschichten ein, vorallem wenn Teile davon noch so lebendig erfahrbar sind durch übriggebliebene  und wiederhergestellte Architektur.

  

Im Kloster in der Burg gab es eine Buchbinderei. Im kleinen Burgmuseum waren Abbildungen von mittelalterlichen Büchern zu sehen, aber auch eine Ritterrüstung und eine Kanone. Die Gegend und die Burg mit ihren gotischen Fenstern war beliebtes Ziel und Motiv für die Maler der Romantik. So gibt es Bilder von Caspar David Friedrich, was die Klosterkirche zeigt: z.B. Huttens Grab und Klosterruine Oybin (der Träumer).

Am Abend waren wir gemeinsam im Theater in Zittau und haben uns dort das Stück „Die Schneekönigin“ angeschaut. Ein tolles Theater für Kinder ab 5. Das hat mir richtig gut gefallen. Die Schneekönigin gehört zu meinen liebsten Wintermärchen. Die Umsetzung als Theaterstück war wirklich toll. Wenn du in der Nähe wohnst, dann schau dir das an.

Wo ist das Pionierlager?

Am Sonntag haben wir gemeinsam im Hotel gefrühstückt und danach noch einen ausgiebigen Spaziergang durch den Ort genossen. Wir haben das Gelände des alten Pionierlagers gesucht, um mögliche Erinnerungen an unsere Klassenfahrt wach zu rufen. Das Gelände ist verfallen und soll verkauft werden. Einige Gedankenfetzen sind doch wiedergekommen an diese Reise. Nach einigen andächtigen Minuten in der an den Berg gebauten und mit einfach Mitteln üppig gestalteten Bergkirche haben wir unseren Ausflug mit einem gemeinsamen Mittagessen abgeschlossen.

Obwohl es mir nicht gut ging und es mich das ganze Wochenende ordentlich durchgeschüttelt hat, habe ich die Zeit mit meinen Freundinnen sehr genossen. So viele offene Ohren und Herzen auf einen Haufen, so viel Verständnis, Mitgefühl und Vertrautheit. Ich bin so dankbar für diese Weiberbande und die gemeinsame Zeit. Das wollen wir wieder!

Verlinkt zu Susanne und den Wochenendbildern.

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