unterwegs

Erstes Oktoberwochenende 2020 – Starkmacher

Am Freitag nach dem Mittagessen packe ich meine Sachen ins Auto und fahre nach Friedrichshafen. Ziemlich genau drei Stunden bin ich unterwegs. Im Auto höre ich Hörbuch. Dann komme ich am Don Bosco Haus an, werde herzlich begrüßt und beziehe mein Zimmer unter dem Dach. Einfach, schlicht, unspektakulär. So mag ich das zwischendrin immer wieder ganz gern.

Weil das Starkmacherwochenende erst mit dem Abendessen um 18 Uhr beginnt, nutze ich die Zeit, ein wenig die Gegend zu erkunden. Ich spaziere zu Aussichtsplattform an den Bodensee und geniesse das Wolkenspiel. Von dieser Veranstaltung des Marburger Kreises hatte ich über eine Werbung im Pilger-Newsletter erfahren. Die Beschreibung hat mich sofort angesprochen, das entsprechende Wochenende war noch frei im Kalender. Nach etwas Zögern (Werden es zu viele Reisen im Oktober?) habe ich mich angemeldet und dann doch auch einen Platz bekommen (erst war das Kontingent an Plätzen coronabedingt etwas kleiner, ich habe dann aber doch noch eine Zusage bekommen).

Umgang mit Krisen

Nach einem gemeinsamen Abendessen starten wir direkt in die Vielfalt des Wochenendes. Das Seminar stand unter dem Thema Resillienz und Krisen. Impulse zum Umgag mit Krisen, Glaube und starkmachende Angebote füllten das Programm.

Ich hatte gleich am ersten Abend bereichernde Gespräche, obwohl ich keineN der anderen TeilnehmerInnen vorher kannte. Trotz meiner Müdogkeit kam ich erst gegen 0:30 ins Bett. Das passiert mir wirklich selten, denn ich achte sehr auf meine Schlafenszeit. Zum Glück konnte ich am nächsten Morgen bis 8:30 Uhr ausschlafen.

Der Samstag war gefüllt von Angeboten. Nach dem Frühstück startete ich mit Taizésingen in den Tag. Dann gab es ein Plenum zu zwei verschiedenen Themen. Später beschäftigte ich mich eine Stunde lang mit meinem Genogramm, einer Technik sich mit dem Stammbaum auseinanderzusetzen. Ich war neugierig, weil ich noch nie davon gehört hatte. Eine Stunde reicht natürlich nicht aus, um damit auch noch in die Tiefe zu gehen. Somit blieben wir bei einer oberflächlichen Erkundung von Stärken, die ich aus meiner Herkunftsfamilie mitbekommen habe (die Tiere sind ein spielerisches Element zum Abschluss der Stunde und hatten keine tiefere Bedeutung im Zusammenhang zum Genogramm).

Meiner Hände Arbeit

So richtig glücklich hat mich das Angebot am Nachmittag gemacht. Mit Handhobel und Schnitzbank rückte ich Rundhölzern aus Haselnuss zu Leibe. Unter fachkundiger Anleitung wurde daraus im Laufe des Tages eine kleine Sitzbank. Es ist so ein schönes Gefühl in den eigenen Händen etwas entstehen zu sehen. Glattes Holz streicheln, die Locken der Hobelspäne, der Geruch von Holz. Diese herrliche, echte, sinnliche Arbeit. Ich habe danach mit der goldenen Nachmittagssonne um die Wette gestrahlt. Jetzt steht hier bei mir zu Hause ein kleines Sitzbänkle ls Erinnerung an das tolle Wochenende.

  

Auch am Sonntag gab es noch ein mal schöne Begegnungen, Gespräche und Impulse. Vorm Frühstück war ich eine Runde Laufen, worauf ich ganz stolz bin. Vielleicht wird das ja doch wieder was mit mir und dem Laufen. Nach einer Abschlussrunde und dem gemeinsamen Mittagessen habe ich mich auf vielen Ebenen genährt auf den Nachhauseweg gemacht. Voller Eindrücke, Gedanken zum Weiterdenken und berührender Erfahrungen. Ich hoffe, dass die Tage noch weit in meinen Alltag hineinklingen.


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3 Kommentare

  • Micha

    Liebe Ramona,

    das klingt sehr gelungen! Genogramm-Arbeit ist ja genau das, was ich in meiner Ausbildung zum Familienbiographischen Coach gelernt hat. Spannend, dass das auch in deinem Wochenende Platz hatte. Gab es mehrere Angebote, aus denen man auswählen konnte? Ich finde das Angebot vom Marburger Kreis sehr ansprechend. Das werde ich mal weiter beobachten.

    Herzliche Grüße,

    Micha

  • Jademond

    Oh ja, es gab sehr viele Angebote. Kreatives (intuitives Malen, Lettering, Holz), sportliches (Volleyball, Spazierengehen, Laufen, Frisbee), Coaching, Seelsorge, Genogramm, u.v.m. Das war vorallem auch so, damit nicht in einem Kurs zu viele Menschen sind wegen der Abstandsregeln und dem Hygienekonzept. Es war echt so ein reiches Wochenende.

  • Suomitany

    Das klingt wirklich sehr sehr schön.
    Solche Kurse sind eine wahre Bereicherung.
    Dieser könnte mir auch gefallen.
    LG Tanja

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