Unser Familienurlaub

Unser Familienurlaub

Meine Pause hier wurde mit unserem Familienurlaub jetzt doch länger als geplant. Naja, genaugenommen hatte ich gar nichts geplant. Der Ferienrhythmus ist einfach ein anderer. Wir waren für zehn Tage bei Freiburg und haben das Haus und den Garten von Freunden gehütet und ein bisschen Familienzeit verbracht. Weil wir gleich am ersten Ferientag gefahren sind und die Tage vorher voll und anstrengend waren, brauchten wir alle (und vorallem ich) ein bisschen Zeit, um anzukommen. Nach ein paar Tagen hatten wir uns zurechtgeruckelt und konnten die Tage geniessen. Urlaub ist nicht immer Harmonie. Es gab auch einiges Gemaule, Gezetere und Gestreite. Alles in allem hatten wir dennoch eine schöne Zeit.

Auftakt

Zuerst haben wir Freunde auf dem Zastler besucht und dort Pizza aus dem selbstgebauten Pizzaofen gegessen. Es gab live Musik und Kinderspielstationen, Feuer, Getränke und ein Buffet. Das war wirklich eine schöne Athmosphäre. Verrückt war, nach 7 Jahren Abwesenheit aus Freiburg einige bekannte Gesichter aus der Freien Schule Dreisamtal, wo die Tochter damals zur Schule ging, zu sehen. Ein wirklich netter Urlaubsstart.

In den nächsten Tagen waren wir abwechselnd mit den Kindern unterwegs. Der Mann war einmal mit dem Sterngucker und einmal mit dem Wolf im Kino und danach beim Sushi essen. Das stand auf dem Urlaubswunschzettel der Kinder. Ausserdem verbrachten wir kreative Regentage drinnen und gingen unserer Dinge nach. Mit dem Sterngucker war ich ein Federmäppchen und Kletties für seinen Schulranzen kaufen.

Kreatives Tun und Konzentration

Wir haben Iris Rosenrot in Emmendingen besucht und Püppchen genäht. Dabei sind zwei Erdbeerkinder, zwei Ronja Räubertochter-Püppchen und ein kleiner Ninja entstanden. Die Räubertöchter brauchen noch Kleidung, der Ninja noch ein Kopftuch. Es war ein anstrengender (und gleichzeitig sehr schöner) Nachmittag, weil die Näherei doch viel Geduld und Konzentration fordert, aber alle waren glücklich mit ihren Püppchen und hatten großen Spaß am Tun.

Der Mann war regelmässig mit den Jungs beim Bogenschiessen. Manchmal haben die Tochter und ich uns angeschlossen und auch ein paar Luftballons abgeknallt. Mein erster Schuss überhaupt ging direkt in die Mitte. Ha!

Ein Tag in Frankreich

In den Vogesen haben wir unsere Steuerfachfrau besucht. Da verbrachten wir den ganzen Tag in ihrem herrlichen Garten bei privaten und geschäftlichen Gesprächen, Spaghetti satt und französischen Crêpes. Abschliessend gaben wir uns einen Einkauf im Leclerc – ein Supermarktimperium in Frankreich, was wir noch von unseren früheren Gatkacamps kennen. Reizüberflutung pur!

Doch noch Bullerbü-Ferien

   An einem Abend haben wir ein Feuer gemacht. Dazu gab es ein Buffet mit Gemüse aus dem Garten und Kartoffelsalat, Stockbrot und vegetarische Würstchen. Das war mein schönster Urlaubsabend. So ein bisschen Bullerbü.

Inspiriert von der Party am ersten Tag hatten die Jungs die Idee, einen Parcour mit verschiedenen Aktivitäten als Stationen zu machen. Der Sterngucker hat Bogenschiessen moderiert, der Wolf eine Fussballstation, der Mann Frisbee, die Tochter Badminton und ich eine Wasserbombenschlacht. Obwohl wir anfangs etwas lustlos da rangegangen sind, haben wir am Ende sehr gelacht.

Herzensfreuden

Ich habe die schöne Aussicht über das Hexental genossen, mich vom Bauerngarten inspirieren lassen und war viel zu Fuß unterwegs. Ich habe mich mit Gwenifer-Kalligrafie getroffen, anregende Gespräche geführt, herzliche Umarmungen genossen und Booja Booja Eis gegessen. Im Hexental fühle ich mich immer noch so zu Hause. Beim Rathaus in Merzhausen habe ich an die Hochzeit mit dem Mann gedacht, bei den Grünspangen im vauban an die Picknicks und Nachmittage mit den Kindern auf dem Spielplatz. Veränderung und Vertrautheit – ein interessantes Gefühl an Orten, wo ich einmal gelebt habe und zurückkehre.
Immer wieder hatte ich mit Schlappheit oder Hypererregung zu tun, sodass ich sehr darauf achten musste, zu spüren, was ich gerade brauche und wie ich mich regulieren kann. Das hat den Urlaub für mich etwas anstrengend gemacht.

Ooooh, und ich habe neue Barfußschuhe. Die standen schon seit letztem Jahr auf meiner Wunschliste. Nach zehn Jahren treuem Dienst haben meine ersten Barfußschuhe ihren Geist aufgegeben und durften durch das gleiche Modell in neu ersetzt werden.

Die Rückfahrt war anstrengend und länger als erwartet. Wir kamen nur langsam voran und waren dann froh, nach 7 Stunden endlich daheim zu sein. Jetzt geniessen wir ein bisschen Zwischenraum, bevor ich mit den Kindern nächste Woche noch für zwei Wochen zu meinen Eltern fahre.


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