unterwegs

Ins Blaue

Neulich stand in meinem Kalender wieder ein Auszeittag. Zum Wandern oder Ausflug machen. Nur für mich. Als der Tag heran nahte, hatte ich aber gar keine rechte Idee (und auch keine Lust), wohin ich mich auf den Weg machen könnte. Eine Freundin kommentierte meine Unschlüssigkeit mit „es klingt so, als wäre es eine abzuarbeitende Hausaufgabe“. Das hat mich nachdenklich gemacht. Ich habe dann nochmal mit dem Mann darüber gesprochen und bin zum Schluss gekommen, dass es eine Mischung ist. Schon eine selbstgewählte Hausaufgabe, aber auch eine Chance, zu der ich mich manchmal ein wenig selbst überreden muss.

Blau machen

Doch was wurde aus dem Ausflugstag? Bin ich gegangen oder geblieben? Ich habe mich für eine Zwischenlösung entschieden. Daheim habe ich alle Arbeit liegen gelassen und eine Auszeit genommen. Ich habe mit blauer Farbe und Druckplatten aus Gelatine einen „Ausflug ins Blaue gemacht“. Was ich gedruckt habe und warum, das kannst du ausführlicher im Kallimagie-Blog lesen. Mir selbst hatte ich allerdings versprochen, wenigstens einen Spaziergang zu machen. Frauenbründl sollte mein Ziel sein, eine kleine Kapelle mit Quelle ganz in unserer Nähe.

Dieser Blau gemachte Tag* wurde dann doch ganz schön. Ich konnte im kreativen Tun versinken und beim Spazieren sinnieren, nach innen lauschen und innehalten. So hatte ich meine kleine Auszeit ohne Druck und ganz flexibel an meine Bedürfnisse angepasst.

*Woher diese Redewendung kommt, darüber gibt es verschiedene These, die zu lesen ich sehr interessant fand.

Ganz dem Blau-Thema folgend wandelte ich unter blauem Himmel, hatte zufällig sogar ein blaues Hemd an, entdeckte blaue Blüten und blaue Steine vor der Kapelle. Zu den bemalten Steinen habe ich im Mai schon etwas geschrieben. Die Steinreihen wachsen. Ich schaue mir die Motive und Botschaften so gern an. Von diesem Spaziergang habe ich mir übrigens mein Monatsmotto für August mitgenommen: gehe langsam.

Unsere Siedlung von hinten – ein interessanter Perspektivwechsel

Gesehen

eine tote Blindschleiche, fluffige Wolken, zarte Glockenblumen, bemalte Steine, Schmetterlinge

Erkenntnisse

  • Es braucht nicht immer weite Wanderungen oder viele Kilometer.
  • Gehe langsam.
  • Ich kann etwas erfüllen und trotzdem flexibel bleiben und auf mein inneres Rufen hören.
  • Auch Ausflüge auf dem papier sind schöne Reisen.

Fazit

Ich behalte meine Wandertage, oder Künstlertreffs, bei. Sie tun mir gut, egal ob es kurze Spaziergänge oder lange Wanderungen sind. Ein paar schöne Ausflüge habe ich mir schon notiert. Wie genau ich es haben will, da spüre ich noch in mich hinein.


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

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