unterwegs

Osterfest

Über die Ostertage hatten wir uns einen kleinen Familienausflug ins Altmühltal überlegt. Das ist ganz in der Nähe der Schwiegereltern. Wir waren vor 2 Jahren schonmal im Altmühltal in einem Fossiliensteinbruch. Das hat uns so gut gefallen. Für dieses mal hatten wir uns eine Nacht in der Jugendherberge Kehlheim eingebucht. Als Familie ist das für uns meistens die günstigste Übernachtungsvariante.

Steinzeitliche Überlebenstechniken
Am Ostersonntag starteten wir einen kleinen Ausflug zur Tropfsteinhöhle Schulerloch. Da gab es eine Vorführung steinzeitlicher Überlebenstechniken (Feuer machen, Waffenbau, Jagd). Wir waren etwas skeptisch ob des Wetters (die Freude der Familie gegenüber Mamas Osterausflugsidee hielt sich in Grenzen). Aber trotz Kälte fand die Veranstaltung statt und war richtig interessant und gut gemacht. Der Aufstieg vom Parkplatz zur Höhle wurde vom Osterhasen motiviert. Die Tochter hoppelte sozusagen 10 m vorm Wolf her, versteckte hier und da Ostergut am Wegesrand. Dieser war so begeistert, daß er das nicht bemerkte und sich den ganzen Weg „entlangsuchte“ und freute.
Der Vortrag, von zwei enthusiastischen Steinzeitmenschen „Höhlix“ und „Silix“ gehalten, begeisterte selbst den Wolf. Die haben da Feuer mit Feuersteinen geschlagen und Waffen hergestellt. Er hat staunend zugeschaut und noch danach vom Feuer gesprochen.

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Die Tochter wäre am liebsten noch in die Tropfsteinhöhle gegangen (da gibt es Fledermäuse!). Aber da war dem Rest schon zu kalt. Das nehmen wir uns für ein andermal vor. Wir fuhren zurück zu den Schwiegereltern. Dort gab es Mittagessen, Kaffee und Kuchen und den üblichen Familienkram. Zeit für uns, zurückzulehnen und nichts zu tun.

Osterschmuck
Am Nachmittag fuhren wir spontan noch in den Nachbarort, um dort den Osterschmuck rund um die Kapelle anzuschauen. Etwas ähnliches hatten wir schon vor zwei Jahren entdeckt. Österlich geschmückte Brunnen. Amala Krähenfeder schreibt, was es damit auf sich hat. Nach dem Abendessen fuhren wir wieder nach Hause. Den Wolf liessen wir für eine Ferienwoche bei den Großeltern. Das ist jetzt schon unsere zweite Zwei-Kind-Woche. Letzte Woche weilte die Tochter mit ihrer Freundin in der Steiermark.

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Und weil es natürlich kein Ostern ohne kleines Nest gibt, habe ich auch dieses Jahr wieder für jeden eine kleine Tasche genäht (nach dieser Anleitung) und mit ein paar kleinen Leckerein gefüllt (für jedes Kind ein Klang-Ei aus der Percussion-Ecke des Musikladens, Marzipanhäschen von Wertz, Riegel von Lifefood etc. Die Tochter bekam eine DVD dazu, der Wolf ein Buch, der Sterngucker einen Satz schöne Spucktücher). Alle glücklich, alles gut. (Im Bild fehlt eine Tasche. Die hat der Wolf bei Oma dabei)

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Welche Bedeutung hat das Osterfest für dich? Wie hast du es verbracht? Hast du Traditionen und Rituale auf die du nicht verzichten möchtest?

7 Kommentare

  • silke

    für mich ist ostern in erster linie ein fest des frühlingsbeginns, der fruchtbarkeit, der liebe … das einzige mit den festtagen verbundene ritual ist allerdings das „ostereier“-suchen der kinder; das machen wir seit nunmehr 16 jahren (in wechselnder besetzung ;) ) immer, egal wo wir sind. teil des rituals (der teil für mich :) ) ist das herstellen der süßigkeiten, das vorbereiten der überraschungen … das liebe ich & dafür nutze ich jeden anlass :)

  • Frau Kirschkernzeit

    SO schön deine Taschen!!!! ganz, ganz bezaubernd!!! Wir sind zwar wirklich gläubige Christen, haben uns aber bewusst von der ganzen Kirchen-Sache distanziert (wir sind auch ausgetreten aus der katholischen Kirche, weil wir beide das nicht mehr mit einem bibel-gemässen Glauben vereinbaren konnten). Ostern ist im herkömmlichen Sinne ist für uns zu stark vermischtes Gedanken-und Glaubens-Gut, und wir trennen zB das Schokohasen-Suchen vom ursprünglichen Auferstehungs-Feier-Gedanken, den wir ohnehin jeden Sonntag aufs neue im Kleinen „feiern“ und neu überdenken, wenn wir uns Gedanken machen über Jesus, seinen Tod, sein Geschenk und die Bedeutung, die das alles hat für uns als individuelle Personen… Trotzdem feiern wir „Ostern“ mit. Wir treffen uns als Sippe, essen zusammen, freuen uns aneinander und am neuen Frühling, der uns von neuem geschenkt wurde nach einem langen Winter. Etwas später, nach den eigentlichen Ostertagen machen wir eine grosse Familien-Schokohasen-Schnitzerljadg, bei der wir jeder für einen anderen ein Osternestchen verstecken im Wald und Spuren legen zum Suchen nachher. Das ist so ein grosser Spass jedes Mal und bleibt auch den Kindern wirklich immer als wunderbare Erinnerung haften… Ich bin mit dieser Tradition aufgewachsen und geniesse sie noch immer zutiefst. Wichtig ist uns, dass alles im kleinen Rahmen bleibt: es gibt 1 Hasen höchstens 2, ein paar Schokoeier und solche Sachen, aber keine anderen Geschenke und schon gar kein Geld oder so. Und wir haben mit dem Rest der Familie abgesprochen, dass es bei EINEM Nest bleibt,und dass wir das gerne selber unter uns machen würden. Sonst kommen plötzlilche Schokonester von allen Seiten, und unser eigenes Familien-Fest verliert damit an Bedeutung…Ich denke, für uns ist das alles so ein bisschen ein Wiedererwachen des Jahres: Wir feiern das Draussensein, das Helle und Gute, das Gott uns schenkt mit dem neuen Frühling. Dass Jesus für uns gestorben und wieder auferstanden ist, kann ich zwar damit verbinden, aber ich trenne es lieber Zumindest im Moment. Traditionen dürfen sich ja auch verändern…)
    liebste Grüsse
    Bora

  • wildewoelfin

    Das Altmühltal ist so toll – und als ich Kind war, war ich selber im Steinbruch… ich habe es geliebt *hachz* – der Schmuck und die Taschen sind herrlich – Danke für´s Teilen

  • Katharina

    Das hört sich an, als hättet Ihr ein wunderbares Osterfest verbracht. Die Taschen sind wunderschön! Ich hab heuer auch „Nesterl“ (Utensilos) genäht, für meine Schwestern. Aber ich hab sie nicht fotografiert, es war wieder einmal eine Nacht-Näh-Aktion und dann waren sie auch schon verschenkt.
    Ostern verläuft seit meiner Kindheit immer sehr ähnlich, und das finde ich schön. Wir treffen uns mit der Verwandtschaft und es gibt kleine Geschenke. Bei der Anzahl der Familienmitglieder muss ich ganz schön aufpassen, um eine Geschenkeflut zu vermeiden. Heuer habe ich z.B. die von mir vorbereiteten Bücher und Gartengeräte für die Kinder gleich wieder eingepackt, als ich gesehen hatte, was sonst noch so versteckt war. Aber alle freuen sich, und das ist wichtig. Ich kann mich nicht erinnern, wann wir so ein winterliches Ostern hatten wie heuer. Den ganzen Tag hat draußen ein Schneesturm getobt….
    Alles Liebe, Katharina

  • subs

    Oh, das klingt herrlich. Zu der Tropfsteinhöhle wollten wir auch schonmal fahren, wurd aber nix. Vielleicht sollte ich mir das noch einmal aufschreiben, ist gar nicht soo weit von hier weg.
    Unser Ostern war sehr unspektakulär. Mal sehen wie es im nächsten Jahr wird. So als Familie.

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