unterwegs

Unsere Auszeit in Bad Kreuznach – La Petite Maison

Zum Ferienende hatten der Mann und ich schon im letzten Jahr eine kleine Paarauszeit gebucht. In Bad Kreuznach eröffnete das La Petite Maison. Dort wollten wir unsere Zeit miteinander verbringen. Weil wir Maren kennen und lieben. Sonst wären wir vermutlich gar nicht auf diese Gegend gekommen. Aber es war ein Glückstreffer. Die drei Tage im schnuckeligen Appartment und wunderbarster Gesellschaft taten uns allen gut.

Auf Umwegen zum Ziel

Die Kinder verbrachten die Zeit bei meinen Eltern. Das hat die Anreise etwas mühsam gemacht, denn ich habe einen Umweg von 6 Stunden in Kauf genommen, um die Kinder zu dort hin zu bringen. Ich habe noch für ein paar Tage Zeit in meiner alten Heimat verbracht, die mir gut tat. Ganz ohne Handy sogar, denn das hatte ich zu Hause vergessen. Ich habe mich mit einer Schreibfreundin getroffen, war im Leipziger Auwald spazieren mit Picknick und Seelengesprächen und habe den orangenen Sonnenuntergangshimmel bewundert. Ich habe draussen unter dem Dach des alten Nussbaums geschlafen, eingekuschelt in den Angelschlafsack meines Bruders, sodass ich nie frieren musste oder nass wurde. Moah, war das toll!

Dann ging die Reise nach Bad Kreuznach los. Über Leipzig und Frankfurt am Main fuhr ich mit der Bahn. Ich hatte mir ein Ticket in der ersten Klasse gebucht und am Hauptbahnhof „Raus aus der Mental Load Falle“ von Patricia Cammarata als Reiselektüre gekauft. So verbrachte ich die Bahnfahrt mit ein bisschen Arbeit, Lesen und Vorfreude. Maren sammelte mich dann am Bahnhof ein.

Diese Menschen aus dem Internet

Wir hatten uns noch nie vorher analog gesehen. Maren habe ich im Internet auf Instagram entdeckt. Damals, als der Mann noch mit seiner Selbständigkeits-Idee unterwegs war. Ich zeigte ihm das Profil mit den Worten, dass diese Frau doch gut als Coach klingt. (Sagt man eigentlich Coach oder Coachin zu den weibliches Coaches? Weil im Englischen gibt’s das ja so nicht, das Wort ist aber schon eingedeutscht) Soll er mal probieren. Was er dann auch tat. Und mit ihr telefonierte, und sich traf, und coachen liess. Den Rest kennst du ja: er ist jetzt selbständig und es läuft :) (Das war die Kurzversion, denn ich will ja eigentlich von unserem Wochenende erzählen, fand aber, dass die kleine Nebengeschichte dazu gehört). Also, Maren ist die Coachin vom Mann.

Aber was hat das mit mir zu tun? Irgendwann haben wir zwei Frauen auch angefangen miteinander zu schreiben, Videotelefonieren und uns gegenseitig zuzuhören, zu inspirieren und zu ermutigen. Mittlerweile machen wir das sehr regelmässig. Ein Kennenlerntreffen war also dran. Wir waren vorher ganz voller Aufregung und Vorfreude. Unsere Ideen für diese drei Tage sprudelten so sehr, dass wir locker zwei Wochen damit füllen könnten.

Das kleine Häuschen

Also. Maren holte mich vom Bahnhof ab und zeigte mir unser schönes, geschmackvoll eingerichtetes Domizil für die nächsten Tage. Bad Kreuznach hat einen verwinkelt gebauten Stadtkern. Wir wohnten direkt hinter der alten Stadtmauer. Ich bin ganz entzückt von den verwinkelten Gassen und kleinen schiefen Häusern. Das mochte ich auch in Erfurt schon. Durch den Ort fliessen die Nahe und der Ellerbach. Dort nisten Eisvögel, die sich mir später sogar zeigten. Die Gegend bietet ganz viele Ausflugs- und Wandermöglichkeiten, die ich erst nach und nach entdeckt habe. Noch mehr Urlaubstage hätten sich locker mit interessanten Ausflügen füllen lassen. Aber erstmal wollte ich ankommen.

Der Mann war noch unterwegs. Er kam mit dem Auto von Rendsburg, wo er seine Gongausbildung Nord beim Gongbauer Oetken hatte. Nach einer kleinen Pause und einer Stärkung mit frisch gekochtem Mandelmilchreis gingen wir Frauen eine kleine Runde durch den Park spazieren und empfingen später den Mann. Weil wir alle keine große Lust hatten, am Abend groß Essen zu gehen, kauften wir ein bisschen ein und verwöhnten uns mit frischer Brushetta, Rote-Beete-Salat, Oliven, Käse und Gemüse aus dem Garten. Wir sassen bis spät abends in unserem Zimmer und freuten uns an unserer Gesellschaft.

Im Vorfeld hatten wir schon einen kleinen Plan für die nächsten Tage zurechtgelegt, damit wir ein bisschen Struktur und Orientierung haben. Am Montag war also unser Ankommtag. Am Dienstag wollte der Mann noch etwas arbeiten. Auch ich hatte am Vormittag noch eine Kleinigkeit zu tun. Maren und ich machten dann einen Ausflug zur Klosterruine Disibodenberg, der ersten Wirkstätte von der Heiligen Hildegard, die später nach Bingen ging. Der Mittwoch gehörte zuerst dem Mann und Maren. Sie hatten ein Coaching vereinbahrt und der Mann schenkte ihr eine Gongsession, wie er sie Donnerstags auch für den Lanser Hof spielt. Damit Maren mal live kennenlernen kann, was er da eigentlich so tut. Am Abend wollten wir uns wieder treffen und die gemeinsame Zeit mit einem Vollmondfeuer im Garten abschliessen.

Zwischendrin hatte ich immer wieder genug Zeit nur mit dem Mann, sodass sich die ganzen drei Tage sehr rund und wohlig anfühlten.

 


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