Zum Licht – die Raunächte

Zum Licht – die Raunächte

Nun werden die Tage wieder länger. Mit jedem Tag nimmt das Licht etwas mehr zu. Ich wünsche mir sehr, dass auch mein inneres Licht nun wieder mehr und mehr zurück kommt. In den vergangenen Tagen war ich launig und motzig. Die Stimmung vor Weihnachten scheint generell erstmal angespannt zu sein. Da will ich gar keine heile Welt vorgaukeln. Da kloppen sich die Jungs noch mehr als sonst, da fliegen die Fetzen, das wird gemault und genörgelt. Das liegt in der Luft. Und wir machen uns nun wirklich keinen Feiertags- und Geschenkestress. Vielleicht ist es die Vorfreude, die Spannung und die allgemeine Weihnachtsstimmung in der Luft. Aber dann ist es meistens gut. Erstmal Dunkel, runter ins tiefe Tal, dann ins Licht. Das muss wohl so.

Unser Weihnachtsfest

Wir hatten aber dann doch ein schönes Weihnachtsfest. Licht eben. Der Wolf hat in der Kirche mit der Trompetencrew beim Krippenspiel mitgewirkt. Ich sass mit Rührungstränchen in den Augen im Publikum. So ein mehrstimmiges Bläserorchester in der Kirche ist doch schon sehr hach. Noch mehr, wenn das eigene Kind dabei ist.

Danach haben wir unsere Familien-Wichtelgeschenke ausgetauscht. Das war so schön zu sehen, wie sich jedeR Mühe gegeben hat, für die/den zu BeschenkendEn etwas zu basteln oder zu besorgen. Manche erst in letzter Minute, aber alle von Herzen. Der Wolf hat für die Tochter gestrickt, die Tochter hat dem Sterngucker einen Motorrad- oder Longboardmitfahrgutschein gebastelt mit einem schönen Bild, der Sterngucker hat für den Mann ein Bild gemalt, der Mann hat mir ein kleines Lieblingskörperöl geschenkt und ich dem Wolf zwei Kopfhörerkabelsalataufräumer. Nach dem Wichteln haben wir Kartoffelsalat und (Tofu)würstchen gegessen und danach einen Film („Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel“) geschaut.

Am Morgen des 25. starteten wir  den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück und der Bescherung. Das ist ein schöner Anblick, noch im halbdunkel die Geschenke unter dem beleuchteten Baum stehen zu haben und dann genüsslich eins nach dem anderen auszupacken. Der Tag ging dann fliessend ins weihnachtliche Rumgelungere über. Da wurden die neuen Spielsachen bespielt, in Bücher reingelesen, die unterm Baum lagen und nichts getan, was nicht unbedingt sein muss. Weil der Mann am 25.Dezember Geburtstag hat, bekam er natürlich noch sein Geburtstagsständchen von uns gesungen und gespielt.

 

Und so geht es jetzt weiter. Wir verbringen Zeit miteinander, spielen, kümmern uns um Dinge, die im Alltag oft liegenbleiben, gehen Spazieren oder zum Sport, handarbeiten und sind generell sehr gemütlich. Ich habe viele Bücher geschenkt bekommen, in denen ich lese. Überhaupt mag ich das Fest sehr. So viele liebevolle, wertschätzende und herzwarme Geschenke und Briefe haben mich erreicht. Ich lese sie alle immer wieder.

Die Rauhnächte

Wir befinden uns jetzt in den Raunächten. Das sind die Nächte zwischen den Jahren. Es gibt verschiedene Bräuche rund um die Rauhnächte und immer mehr Bücher, die diese thematisieren und aufgreifen. Du kannst die Zeit für Rückzug, Meditation und Orakel nutzen. Ich habe keinen Rauhnachtsbrauch. Ich verbringe die Zeit intensiv mit meiner Familie oder meinem Mann. Letztes Jahr habe ich jeden Tag eine Karte gezogen. Es gibt die Idee, dass jede Rauhnacht für einen Monat im neuen Jahr steht. Du kannst also in jeder Rauhnacht eine (Tarot)Karte ziehen und dies dann als Thema für den entsprechenden Monat im neuen Jahr betrachten.

Dieses Jahr werde ich ein bisschen Räuchern, weil ich den Duft mag. Und mit dem Mann das neue Jahr planen, spazieren gehen und meditieren, das alte Jahr reflektieren und mir überlegen, wohin es im neuen Jahr gehen soll. Ausserdem freue ich mich auf das liebgewonnene Silvesterritual mit dem Mann: unsere Kraftcollage für 2019 kleben.

{Werbung} Wenn du auch Lust auf ein kleines Silvesterritual hast, ist vielleicht das Buch der Möglichkeiten gut für dich. Darin kannst du das alte Jahr reflektieren und das neue planen, erträumen und willkommen heissen. Ich werde vielleicht auch einen kleinen Jahresrückblick für den Blog schreiben. Und wie jedes Jahr, meinen Wollstash sichten.

 

 

 

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