_Wochenende

Drittes September-Wochenende :: Bäume pflanzen

Was hatten wir doch für ein feines Herbstanfangswochenende. Die Sonne hat sich nochmal herrlich golden gezeigt. Gleich am Samstag morgen stand unsere Biokiste vor der Tür. Mit leckeren knackigen Äpfeln und frischen Trauben. Der Mann war am Vormittag beim Sport und Einkaufen, ich wurschtelte mit den Kindern daheim herum, schrieb Briefe und Listen. Dann fiel mir ein, dass sich der Wolf in letzter Zeit vorallem Abends immer am Kopf kratzte und schaute mir das mal an. Du errätst es schon: Läuse.

Ich schickte den Mann direkt nochmal los, Läusemittel zu kaufen. Die Apotheke im Nachbarort hatte schon geschlossen, sodass er in etwas weiterem Umkreis auf Jagd gehen musste. Derweil schaute ich mir den Kopf des Sternguckers an. Auch er hatte die Viecher. Also war nach dem Mittagessen erstmal eine Runde Läusebehandlung für beide Jungs dran.

Dann fuhren wir zur Baumschule. Ich wollte gern ein Apfelbäumchen für den Garten kaufen und vielleicht noch eine Haselnuss. Wir setzten ein Budget fest, was ich aus der Blogteekasse entnahm. Damit streiften wir durch die endlosen Reihen der Baumschule und fanden unser Apfelbäumchen. Eine Haselnuss entdeckten wir auch, aber dafür reichte das Budget nicht. Die hole ich später nochmal ab. Dafür durfte eine Montbretie mit. Die stand auch schon lange auf meiner Liste. Ich hatte schonmal versucht, welche von meiner Schwägerin umzusetzen, die sind aber nie gekommen.

Inzwischen hatte die Tochter daheim Zimtschnecken gebacken. Wir tranken Tee und aßen Apfelstrudel und Zimtschnecken. Dann pflanzte ich meine Montbretie ein und werkelte noch ein bisschen im Garten. Der Mann baute derweil an unserem Rankgerüst für die Kletterrose und eine andere Rankpflanze deren Namen ich gerade nicht weiss. Die beiden hatten neulich das provisorische Gerüst mit ihrem Gewicht in einem Sturm umfallen lassen. Jetzt haben wir eine stabilere Konstruktion gebaut.

Am Sonntag frühstückten wir gemütlich und kümmerten uns um unsere Wochenplanung. Ich schrieb noch zwei Briefe, sodass ich insgesamt auf sechs Briefe an einem Wochenende kam. So langsam lichtet sich mein Stapel unbeantworteter Post. Ich habe noch Briefe vom März hier liegen. Überhaupt wurde der Sonntag ein Planungs- und Gartentag. Essensplanung für die nächste Woche, Wochenplanung für unsere Arbeitsthemen und Familientermine. Puh! Ausserdem startet bald das letzte Quartal in diesem Jahr. ich habe mir Gedanken gemacht, was ich alles noch schaffen möchte und wie ich mit einigen meiner Kurse weiter mache. Einige werde ich auslaufen lassen und dieses Jahr zum letzten Mal anbieten, bei anderen werde ich die Preise erhöhen. Ich habe das Gefühl, dass ich gerade ein neuer Schritt, eine Veränderung dran ist. Leider weiss ich konkret noch gar nicht, wie die aussieht.

Zum Mittagessen gab es nach langer Zeit mal wieder selbstgemachte Pizza. Dazu einen bunten Salat. Das war sehr lecker. Nach dem Mittagessen werkelten wir im Garten weiter. Das Apfelbäumchen bekam einen Platz im Garten. Ich schnitt verblühte Stauden zurück und die Himbeeren, die nicht mehr tragen. Der Garten wird jetzt wieder übersichtlicher. Ich erntete noch ein paar letzte Tomaten, den zweiten Fenchel, Kräuter und Beeren.

Zwischendrin kamen Emails der Schulen. Die Tochter muss weiterhin Maske tragen, weil die 7-Tage-Inzidenz über 50 ist. Die Jungs brauchen nur noch auf dem Schulweg/im Bus Masken, der Unterricht kann maskenfrei stattfinden, weil im Landkreis die Zahlen deutlich niedriger sind. Der Wolf kränkelt allerdings. Er hatte am Wochenende Halsweh und in der Nacht ist Schnupfen dazugekommen, weshalb ich ihn zu Hause lasse.

Der Mann fuhr gegen fünf nach München. Dort hatte er eine Gongmeidtation im Yogazentrum. Ich kümmerte mich derweil um die Bande. Die Jungs musste ich noch einmal mit dem Läusemittel behandeln, weil ich noch immer intakte Nissen an den Haaren entdeckt habe (hier zahlt sich ein geschulter Blick aus. Ich war einige Jahre im Kindergarten die Läusemama, die andere Kinder kontrolliert hat, hihi). Gerade, als ich beginnen wollte, kam die Tochter mit einem Strauss Blumen aus dem Freundfamilie-Garten. In meinen Fotos habe ich dieses Bild gefunden, was der Sterngucker geschossen haben muss. Ich wechsle, schon mit Gummihandschuhen an den Händen, das Wasser der Vase und überlege, wo ich die Dahlien von der Tochter hinstellen kann. Die stehen jetzt auf meinem Schreibtisch.

Die Tochter und ihr Freund waren mit dem schnellen Flitzer da. Die Autos beeindrucken die Jungs eh immer. Also durften sie noch eine Runde im Tesla mitfahren, was sie sehr begeisterte. Dann ging es aber wirklich ran an die Köpfe.

Als alle im Bett waren, sogar der Wolf etwas früher als sonst, kümmerte ich mich noch um die Wäsche und die Küche während ich mit einer Freundin Messages austauschte. Ich wartete noch auf den Mann, der erst nach zehn kam. Dann quatschten wir noch lange und waren erst um Mitternacht im Bett. Zwei Stunden nach meiner gewöhnlichen Bettgehzeit.

Heute verlinke ich den Beitrag mal wieder zu Alu von Großeköpfe, die Wochenendeindrücke sammelt.

 


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2 Kommentare

  • andrea

    haselnussbabys findet man auch gut in parks oder so. die wachsen oft aus vergessene eichörnchenschätzen und lassen sich gut umsiedeln.
    ich hab hier gerade zwei kleine bäumchen aus meiner kräuterspirale gerettet :)

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