Ein verregnetes Wochenende

Ein verregnetes Wochenende

Das ganze Wochenende war zwar verregnet, aber doch irgendwie schön. Heute möchte ich am liebsten ein Feuerchen im Kamin machen, so ist es wieder abgekühlt. Draussen regnet es schon seit gestern vormittag. Dem Garten und der Natur tut es wohl. Und ich mag es, im Bett zu liegen, wenn der Regen aufs Dach trommelt.

Samstag

Meinen Samstag begann ich mit einem Frauenverwöhnfrühstück in der Gemeinde. Ich gehöre keiner bestimmten Gemeinde an, war jetzt aber schon zwei Mal bei einem Gottesdienst in der FEG im Nachbarort. Dort gabe es gestern ein ganz tolles Frühstück mit einem kurzweiligen Input und vielen schönen Gesprächen. Alles war so liebevoll organisiert, das Buffet üppig und ansprechend gestaltet. Das hat mir sehr gefallen und war ein guter Tagesstart.

Auf dem Rückweg habe ich eine Freundin des Wolfes eingesammelt, mit dem Mann abgeklatscht (er wollte einen Raum für einen Workshop im Herbst besichtigen) und Mittagessen für die Bande gemacht. Schnelle Nudeln mit Tomatensosse. Ich war eh noch satt vom Frühstück. Dann kamen nach und nach weitere Gäste für die Geburtstagsfeier des Wolfes. Er hatte zur Übernachtungsparty geladen. Leider regnete es den ganzen Tag, sodass die wilde Meute im Haus unterwegs war. Die Kinder haben sich selbst beschäftigt. Mit Verkleidekiste, Spielen und Musik war die Stimmung ausgelassen und albern.

Zum Abendessen gab es zwei Bleche voll Pommes mit Ketchup und Apfelsaft dazu. Danach haben die Kinder ihre Schlaflager eingerichtet und sich dann zum Filmabend mit Chips auf der Couch eingefunden. Alles ganz easy und entspannt.

Während die Kinder im Heimkino sassen, war ich eine kleine Runde spazieren und Luft schnappen. Ein ganzer Schwarm Schwalben flog tief und jagte Fliegen. Das sah so verspielt und leicht aus. Wieder daheim habe ich ein bisschen gestrickt, gehäkelt und Kleidung aus meinem Flickkorb repariert. Nach dem Film haben wir die Kinder ins Bett gebracht/geschickt. Dann überlegte ich mit dem Mann noch ein paar Fragen für eine Schatzsuche. Vierzehn Quizfragen ergaben ein Lösungswort mit dem Versteck des Schatzes (ein Glas Schokocreme fürs Frühstück, „draussen im Holz“).

Gegen 22 Uhr sind wir ins Bett gegangen. Es dauerte noch eine Weile, bis dann wirklich Ruhe war.

Sonntag

Und heut morgen? Die ersten Stimmen aus dem Kinderzimmer waren 5:45 Uhr zu hören. Und ich hatte gedacht, dass die Kinder diesmal länger schlafen würden. Bemessen am Schlafbedürfnis des Wolfes, der mittlerweile echt gern ausschläft. War also eine kurze Nacht. Die Kinder verbrachten noch einige Zeit gutgelaunt im Wolfszimmer. Ich deckte währenddessen den Frühstückstisch und genoss die Ruhe vorm Sturm. Nach einer kleinen Pause, habe ich wieder Lust die Morgen- und Abendandachten in dem Buch „Ich bin bei dir“ von Sarah Young* (Buch7), was ich in Frauenbründl gefunden habe, zu lesen. Als die Kinder runter kamen, durften sie ihren Schatz errätseln und suchen. Zum Frühstück gab es also Schokocreme, Baguette, einen Obstteller und Pfefferminztee aus dem Garten. Mehr brauchte es nicht.

Gegen 11 Uhr wurde die müde Bande abgeholt. Wir beseitigten ein bisschen das Chaos, spielten und schauten uns nochmal die Geschenke an. Der Wolf hatte sich Geld und Süssigkeiten gewünscht. Ich finde das sehr entspannt in diesem Alter. So kann er auf größere Sachen sparen, es liegt kein Kleinkram herum und er hat trotzdem Freude. Wir haben das Geld gleich in die entsprechenden Umschläge aufgeteilt. Alles Geld, was die Kinder erhalten wird dreigeteilt. 10% gehen in einen Spar-Umschlag. Dieses Geld wird nicht ausgegeben. Ein anderer Betrag wird gespart (für irgendwelche größeren Anschaffungen/Spielsachen/Wünsche) und über den dritten Teil kann der Wolf frei verfügen. Das gibt er am liebsten für ungesundes Essen aus (Eis, Chips, Cola, Schokolade, Pommes beim Wirt).

Zum Mittag gab es Kartoffeln, Karottengemüse und Bratlinge. Danach verordneten wir eine lange Mittagspause. Dafür zog ich mich mit dem Sterngucker ins Schlafzimmer zurück, der Wolf blieb beim Mann auf der Couch. Nach einer kleinen Vorleserunde ist der Sterngucker gleich eingeschlafen. Wir haben gerade „Lotta zieht um„* (Buch7) gelesen, eines der tollen Krachmacherstrassenbücher von Astrid Lindgren. Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie sie schafft, in ihre Sätze und Geschichten soviel Gefühl und Liebe reinzuschreiben, dass mir bei einigen Büchern die Tränen kommen. Dabei sind sie so einfach geschrieben. Ich machte auch ein Nickerchen und las dann noch ein bisschen in meinem Buch „Schmetterlingszeit“* (Buch7) von Sue Monk Kidd während der Sterngucker bis halb drei schlief.

Nach der Mittagspause kam die Tochter kurz nach Hause und überraschte mich mit Muttertagspräsenten. Da fiel auch dem Wolf ein, dass er etwas für mich in der Schule gebastelt hatte. Ich wurde also reich beschenkt und war ganz gerührt. Die Tochter und ich konnten noch ein paar Worte wechseln, bevor sie sich wieder auf den Weg machte.

Ui, das war jetzt ganz schön viel! Nun lassen wir den Sonntag gemütlich ausklingen. Vielleicht mache ich noch einen kleinen Regenspaziergang, um etwas Bewegung und Frischluft zu bekommen. Da es deutlich abgekühlt ist und die Sonne lange nicht geschienen hat, werden wir gleich tatsächlich ein Feuerchen im Ofen machen, denn wir haben kein warmes Wasser mehr. Ich hab schon Holz reingeholt. Unser Vorrat ist fast aufgebraucht. Das Haus bzw das Wasser wird ja von den Solarzellen auf dem Dach beheizt. Wenn es trüb ist, reicht das nicht und wir feuern mich Scheitholz dazu. So können die Jungs heute in die Badewanne und ich unter die Dusche zum Haarewaschen. Ausserdem mag ich das knisternde Feuer auch für die Seele.

Bei Großeköpfe gibt es noch mehr Wochenendeinblicke.

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