_Wochenende

Letztes Novemberwochenende 2020 – Erster Advent

Das letzte Novemberwochenende. Es blieb grau und kalt, auch innen nicht sonderlich adventlich. Ich habe es dennoch ein bisschen hübsch gemacht. Vier Kerzen, den Herrnhuter Stern, hier und da etwas rumliegendes Zeug weggeräumt. Vielleicht kommt im laufe der nächsten Wochen hier und da noch etwas Deko dazu. Vielleicht bleibt es so leise und wenig. Das lasse ich offen.

 

Was mein Wochenende gefüllt hat

Die beiden Wochenendtage waren geprägt von Langsamkeit, leise und gemütlich machen. Ich habe mich um Wäsche gekümmert, ein bisschen Adventspost geschrieben und mit einer Freundin gechattet. Ich habe kurz die Nachbarin besucht und bisschen geratscht (geschnattert, geschnackt…) Wir haben gut gegessen, waren Spazieren und hatten es warm und wohlig vorm Feuer.

Am Samstag war Tag der offenen Tür an der Schule der Kinder. Diesmal online. Ich fand das richtig gut gemacht, mit Videos und der Möglichkeit für Chats. Gemeinsam haben wir uns ein paar Videos angeschaut, die LehrerInnen zum Teil an der Stimme erkannt und viele bekannte Gesichter gesehen. Mein Niena-Bastelkurs findet sogar kurz Erwähnung, hihi.

Am Sonntag hatte ich Lust auf einen Gottesdienst. Weil wir aber so spät aufgestanden sind, habe ich mir einen Online ausgesucht. Den hab ich mir während des Frühstücks angeschaut. Der Mann hat mich dabei fotografiert. Naja.

Wir schlumpern uns durch den Tag. Am Abend kommt nochmal die Tochter vorbei. Wir hören alte Weihnachtsplatten (Weihnachten in Familie von Frank Schöbel!*), trinken Tee und Punsch und essen Plätzchen.

*der Mann beklagt, dass wir nichts Hochprozentiges im Haus haben, damit er das ertragen kann (Bärwurz oder irischer Whiskey)

Was mich erfüllt hat

Der Kurzbesuch bei der Nachbarin, Briefe schreiben, ein versöhnliches Freundingespräch, der Spaziergang mit dem Mann, der Gottesdienst

Was wir gegessen haben

Kaiserschmarrn und Apfelmus, Bratkartoffeln, selbstgemachte Pizza, Avocadobrot, Äpfel, Marzipan, Brot aus dem restlichen Pizzateig, Antipasti aus Paprika

Gelesen

  • Robin Hood vorgelesen. Er trifft auf den Mönch, der ihn über das Wasser trägt und sich der bande anschliesst.

Über Synchronizität: „Erhörte Gebete sind furchterregend. Sie bringen Verantwortung mit sich.“

Über Scham: „Der Prozess des Kunstschaffens konfrontiert eine Gesellschaft mit sich selbst. Die Kunst bringt Dinge ans Licht. Sie erleuchtet uns. Sie durchdringt unsere anhaltende Dunkelheit. Sie beleuchtet das herz unserer eigenen Finsternis und sagt: „Na, siehst du?“ … Kunst öffnet Wandschränke, lüftet Keller und Speicher. Kunst schafft Heilung. Luft und Licht muss an die Wunde, bevor sie heilen kann.“

„Kunst erfordert einen sicheren Brutplatz. … Als Künstler müssen wir lernen, uns eine eigene sichere Umgebung zu schaffen.“

Über Wachstum: „Einer Woche voller Einsichten folgt oft eine Woche der Trägheit. …  „Eile mit Weile“ ist für Künstler eine geeignete Vorgehensweise. Sie bedeutet: Leichtigkeit führt zum Ziel. … Am wichtigsten ist es, das Alleinsein zu erforschen. Sie brauchen feste Ruhezeiten. Gewöhnen sie sich daran, regelmäßig zu sich selbst zurückzukehren. Halten sie mehrmals am Tag inne, und fragen Sie sich, wie Sie sich fühlen.

Dankbar

für Freundin- und Nachbaringespräche, die Tochter, die Eis für alle mitbringt, was es kostenlos beim Marktblick gibt als Dankeschön für die Treue der Kunden in Zeiten der Einschränkungen, unsere Gemüsekiste

Notizen

Der Mann und ich recherchieren die korrekte Aussprache und Herkunft des Wortes Quarantäne (ich sage K-arantäne, der Qu-arantäne). Das ist sehr spannend.


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

2 Kommentare

  • Maren

    Als alte Lateinlehrerin bin ich der Meinung, dass es vom Vierzigtageszeitraum kommt. Und die Quadraginta werden schon eher -kw- als -k- ausgesprochen, da das lateinische -c- dem -k- entspricht. Was war denn euer Ergebnis? LG Maren
    P.S. Wir hören hier immer Die Weihnachtsbäckerei, der Mann kompensiert das dann mit dem W.oratorium, weil er so geplagt ist :D.

  • Micha

    Hmm, dann weißt du doch jetzt, was du dem Mann zu Weihnachten schenken kannst ;-).
    Das hört sich nach einem vorweihnachtlich entspannten Wochenende an.

    Herzliche Grüße,

    Michaela

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