_Wochenende

Sonnenschein und Waldduft

Die Sonne empfinde ich gerade als so wohltuend. Ich habe das Wochenende mit den beiden großen Kindern daheim verbracht. Der Mann war zur Gongausbildung in Nürnberg, der Sterngucker bei seinen Großeltern. Wir hatten schöne Momente, ich war aber auch viel für mich und nicht wirklich präsent. Das hätte vorallem der Wolf gut gebraucht. Am Sonntag abend tat es mir dann fruchtbar leid, und ich lag heulend im Bett, weil ich mich so schlecht gefühlt habe. Ein Auf und Ab ist das gerade.

Die Zeit mit den großen Kindern hatte auch Schönes. Ich konnte morgens in Ruhe in den Tag reinkommen, mir Zeit zum Schreiben und Frühstücken nehmen. Ich habe wieder mein tägliches Journaling angefangen und eine Meditation. Den Nachmittag habe ich mit allerlei kreativen Dingen verbracht. Ausserdem habe ich Briefe und Karten geschrieben. Ich war Spazieren und habe lange einfach nur auf dem Waldboden in der Sonne gelegen. Dabei habe ich dem Specht zugehört und den Krähen, den kleinen Zwitschervögeln und dem Knacken der Zapfen, die sich in der Sonne öffnen, um ihre Samen ausfallen zu lassen. Ich habe dem leisen Krabbeln der Waldameisen gelauscht und dem Tauen des Eises. Und einen Fuchs habe ich gesehen.

Ideen und Pausen

Während ich da so lag, habe ich mich so ganz und heil gefühlt, das war schön. Dann kamen mir gleich tausend neue Ideen in den Sinn. Zur Fastenzeit und für den Blog. Die Ideen habe ich heute mit dem Mann gesprochen. Was bin ich froh, dass ich ihn hab. Denn er hat mich ausgebremst und hat mich liebevoll in meine Schranken gewiesen. Ich solle doch erstmal Ideen sammeln, wie ich mir selbst was Gutes tun kann statt anderen. Er hat mich an meine gerade nicht so volle Schale erinnert und daran, dass ich die erstmal wieder füllen soll, zurück in meine Strahlkraft finden. Denn nein, bei der bin ich wahrlich nicht.

Das war eine schmerzliche Erkenntnis. Aber da hat er wohl recht. Also werde ich stillhalten und nichts tun und aushalten, wie es ist, nichts zu tun. Mich selbst vorn anstellen. Und dann kommt die Kraft hoffentlich bald zurück. Heute morgen war ich schon beim Arzt. Es war für mich genau so schlimm, wie ich es befürchtet hatte, aber am Ende dann doch nur ein Gespräch, Blutdruckmessen und Blutabnahme.

Am Samstag hat mir die Post nicht nur einen liebevollen Brief, sondern auch ein kleines Bücherpackerl von Sonja gebracht. Sie hatte zwei Bücher im Blog vorgestellt, die mich interessieren. Eins davon hatte mir eine Blogleserin bereits unter einem Blogpost empfohlen. Jetzt bin ich gespannt auf die Lektüre. Wie gut, dass ich gerade gestern mit meinem anderen Buch fertig geworden bin. Auf die beiden Bücher bin ich schon neugierig, denn zum einen sind sie eine gute Ergänzung zu dem, was ich schon im Dharmatraining zum Thema Angst und Trauma gelernt habe, zum anderen passen sie gerade zu meiner aktuellen Situation.

So, damit es nicht alzu düster wird hier: Morgen gibt es den neuen Jademond-Vollmond-Newsletter. Ein Blick an den Himmel und dann in den Kalender zeigte mir, dass es wieder Zeit ist. Ein paar schöne Ideen habe ich schon gesammelt. Wenn du dich eintragen möchtest, hier geht es lang. Und warum ich den Newsletter überhaupt schreibe, das habe ich hier erzählt.

Nun geniesse ich die Sonne und frische Luft, das Draussensein und meine Hängematte, die ich am Wochenende aufgehangen hab. Angehängemattet sozusagen.

Wochenendeinblicke mit Bildern gibt es bei Grosseköpfe


Wie beim Frisör das Sparschwein oder bei StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine virtuelle Teekasse. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier.

2 Kommentare

  • Maria

    Liebe Ramona,
    sehr klug, was dein Mann zu dir gesagt hat. Als ich letzte Woche deinen Donnerstags-Artikel las, in dem du schriebst, dass du deine Erfahrungen gern teilen möchtest, um anderen zu helfen, ging mir genau das durch den Kopf. Ich wünsche dir von Herzen, dass du jetzt du den Raum, die Zeit und die Kraft findest für das, was du jetzt erst einmal nur für dich brauchst.
    Sonnengrüße aus Berlin,
    Maria

  • Ines Düe

    Liebe Ramona,
    sowohl als auch würde ich meinen…,was Deine Schale füllt kann ja auch gleichzeitig gut für andere sein. So wie das Schreiben Deiner letzten Zeilen hier…,vielen lieben Dank für Deine Ehrlichkeit!
    Sooooo heilsam,ich verneige mich vor Dir,INES!!!

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