_Wochenende

Sonntag – Technikkram, Blumen aus dem Garten und Küchenexperimente

Sonntagmorgen. Der Mann ist zum Gongseminar gefahren, die Kinder kuscheln in ihren Betten und zocken zusammen. Ich sitze in Ruhe am Frühstückstisch und geniesse den kühlen Morgen. In der Waschmaschine dreht schon eine Ladung Wäsche ihre Runde. Ich war im Garten und habe mir einen Strauss Blumen ins haus geholt. So eine Fülle draussen, ich kann mich nicht sattsehen daran. Ich schreibe ein bisschen in meinem Journal, beantworte ein paar Fragen aus dem Buch „Sei reich und glücklich“ von Gabriele Werstler, was ich gerade noch einmal lese. Ich habe bei Gabriele vor zwei Jahren schonmal einen Kurs mitgemacht und schaue mir die Fragen jetzt nochmal an. Auf dem Schreibtisch steht eine Kanne Gute-Laune-Kräutertee von Sonnentor, den ich im Laufe des Tages trinke.

Gestern Abend sassen wir noch eine Weile draussen. Eine Kerze, milde Sommerluft, schönes Lebensgefühl. Ich habe für die Gongtruppe des Mannes wieder einen kühlen Sommersalat gemacht. Diesmal meinen „Teenager-Salat“, den Mais-Bohnen-Salat aus meiner Teeniezeit. Der geht schnell, kommt immer gut an und ist recht lecker.

Technikkram im Hintergrund

Auf meinem Zettel steht für heute einiges zu tun, denn morgen startet der Sommerskizzenbuchkurs. Da ich mir den Samstag freigenommen habe, erledige ich heute einige kleine Dinge, die noch fehlen. Die Teilnehmerinnen in Klicktipp, meinem Newslettertool, einpflegen (das passiert leider noch nicht automatisch. Dafür müsste ich ein größeres Paket bei Klicktipp kaufen) und die erste Kurs-Email anlegen, damit sie morgen pünktlich verschickt wird. Ausserdem packe ich noch Materialpäckchen für einige Last-Minute-Bestellerinnen.

Montags versende ich immer meinen Kallimagie-Inspirationsbrief. Den schreibe ich schon heute, denn ich habe eine Mittsommer-Überraschung. Für 50 Stunden gibt es eine Auswahl meiner Kurse zum halben Preis. Ich wurde in letzter Zeit so reich beschenkt, dass ich das irgendwie zurückgeben will.

Mir fällt ein, dass ich für das Angebot gern noch einen, eigentlich zwei Kurse vollständig in den Wirkraum integriert haben will. Also beginne ich damit und bleibe bei einem Fehler stecken. Die Fehlersuche kostet mich den ganzen Tag, ich gebe aber nicht auf. Und tatsächlich, kurz vor dem Abendessen finde ich, woran es lag. In solchen Momenten bin ich dann so stolz auf mich. Ha! Ich hätte Detektivin werden sollen.

Zum Mittag gibt es Pellkartoffeln, Gurkensalat und Rührei für die Ei-Esser*innen. Der Sterngucker bekommt Besuch von einem Freund. Ich kümmere mich zwischendurch um die Wäsche und staubsauge mal das Obergeschoss und mache es mit Blumen hübsch. Mich nervt der Chaoszustand in unserem Haus.

Am Nachmittag experimentiere ich ein wenig in der Küche. Ich habe von einer Holundertorte gelesen, aber keine Zutaten dafür im Haus. Allerdings steht von gestern noch ein Becher geschlagene vegane Sahne im Kühlschrank (die Tochter und ich hatten einen kleinen Eiskaffee) und Holundergelee vom letzten Jahr von der Tochter. Also habe ich einen dicken Riesenpfannkuchen gebacken und den mit Holundergelee, Sahne, Beeren und Holunderblüten belegt. Um dem Experiment noch eins oben draufzusetzen: wir hatten keine Hafermilch mehr, also hab ich aus Mandelmus und Wasser eine Mandelmilch für den Pfannkuchen gemixt. Use what you have – kann ich. War doch ganz lecker insgesamt. Lecker sind auch die Aprikosen aus der Abokiste, die gestern geliefert wurde. Hm. Ich will die gar nicht teilen.

Während meine Gartenambitionen in diesem Jahr etwas zurückhaltend sind, legt die Tochter richtig los. Neben meinem Bürofenster stehen noch lauter Pflanzenbabies in Töpfchen, die darauf warten, ausgepflanzt zu werden. Ausserdem hat sie unseren Sandkasten zu einem Beet umgebaut. die Jungs sind eh aus dem Buddelalter heraus. Dort wachsen nun unter anderem Kohlrabi, Dahlien, Radieschen und Tomaten.

Der Tag war viel zu schnell um, aber auch produktiv und schön. Nun kommt der Mann nach Hause, wir räumen noch gemeinsam auf und lassen den Abend mit einer Folge Lucifer ausklingen.


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2 Kommentare

  • NurIch

    Liebe Ramona,
    kleiner Tipp zu der „Schneckenplage“.
    Lass einfach ein paar Blätter von Salat, Kohlrabi…zwischen dein Gemüsepflanzen im Beet liegen.
    Die Schnecken werden sich darüber hermachen und deine Setzlingen werden nicht mehr groß beachtet.
    Bei mir funktioniert das wunderbar.

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