_Wochenende

Viertes Maiwochenende – Innehalten

Was es doch ausmacht, wenn 2-3 Personen im Haushalt für eine Zeit fehlen. Am Wochenende war der Mann tagsüber nicht da. Auch der Sterngucker hat sich an zwei Tagen hintereinander mit seinem Freund verabredet. Und schwupp war es ruhig im Haus wie schon lange nicht mehr. So hatte ich Zeit, ein paar liegengebliebene Aufgaben fertigzustellen und mich mit schönen Dingen zu beschäftigen.

Samstag

Am Samstag habe nach dem Frühstück zuerst ein bisschen Haushaltskram erledigt (unser Vorratsregal sortiert, ein paar Dinge ausgemistet und Wäsche angestellt). Die Runde war schnell erledigt und sehr befriedigend. Dann habe ich einige Texte und Bilder final zur Redaktion geschickt und mich den Rest des Tages mit schönen Dingen beschäftigt. Zuerst Bibel Art Journaling per Zoom. Zum Mittagessen habe ich Spargel und Kartoffeln mit Cashewsosse gekocht. Nach dem Essen hatten wir noch Zeit für eine Runde Red Peak, ein Spiel, dass uns mein kürzlich aufgetauchter alter Freund geschenkt hat, und uns echt Spaß macht. Man spielt miteinander gegen einen Vulkanausbruch und versucht sein Basislager durch den Dschungel vor dem ausbrechenden Vulkan zu retten.

Farben sortieren

Am Nachmittag war der Sterngucker mit seinem Freund verabredet. Ich habe mir derweil einen Aquarell-Onlinekurs angeschaut, den ich letzte Woche kostenlos als Aktion gefunden hatte. Eine alte Swapfreundin von damals aus der Mailartszene hat ihn mir empfohlen. Während ich einige der Lessons geschaut habe, habe ich meine Farben sortiert und Farbproben in ein Notizbuch gemalt. Mir fehlen vorallem Grüntöne. Die Übersicht nehme ich zum nächsten Boesner-Einkauf mit, damit ich weiss, welche Farben ich noch brauche, um mir meinen neuen Aquarellkasten zusammenzustellen, den mir eine Blogleserin per Teekasse (in dem Fall Farbkasse) geschenkt hat. Juhu!

Der Wolf zockt derweil. Er hat sein ganzes erspartes Geld in einen Laptop investiert und ist nun im Zocki-Himmel. Besseres Gerät als Muttern. Wir arbeiten noch an der Feinjustierung seiner Bildschirmzeit, aber ich bin froh, dass ich meinen Arbeitsrechner nicht mehr für Zockvergnügen, Filmnachmittage und Programmierversuche hergeben muss.

Gartenfrust

Am Nachmittag zieht ein Unwetter auf und es stürmt und regnet. Danach wird der Garten von einer Invasion Schnecken übernommen. Mir ist zum Weinen. So richtig gut fühlt sich die Gärtnerei nicht an. Erst ist es ewig lange trocken, und nichts will recht wachsen. Dann regnet es, und damit kommen die Schnecken aus ihren Verstecken und fallen über meine zarten Triebe her. Von drei Reihen ausgesäter Möhren sind ganze drei Pflanzen soweit, dass daraus vielleicht Möhren wachsen könnten. Selbsiges gilt für Radieschen und Kohl. Es ist ein Jammer. Wir experimentieren jetzt mit Kaffeesatz. Die Tochter hatte den Einfall, ihre frisch gesäten Sonnenblumen mit Kaffeesatz zu umzingeln. Bisher scheint es erfolgreich zu sein.

Am Abend kümmere ich mich noch um mein drittes und letztes Onlinekurs-Modul, lade die Aufzeichnungen des Zoomcalls hoch, die Videos und das pdf. Das war ein schön ausgewogener Arbeits-Erholungs-Samstag.

Sonntag

Der Sonntag ging fast ähnlich weiter. Gleich nach dem Frühstück ist der Mann weggefahren. Der Sterngucker hat sich mit einem Freund verabredet. Ich hab dem Wolf verbrochen, bist Mittag noch die letzten Zeilen meiner Arbeit zu schreiben. Dann können wir gemeinsam was unternehmen. Das Zeitlimit hat für mich gut funktioniert. Es ist in der Tat so, dass wir mit engen Deadlines viel fokussierter und effektiver arbeiten können. Darüber habe ich vor ein paar Tagen erst wieder in „Die 4-Stunden Woche“ von Tim Ferris gelesen. Das ist gerade meine Bettlektüre. Während ich arbeite fliegt vor meinem Fenster unermüdlich das Rotschwänzchen-Pärchen umher und füttert die Jungen. Sie haben ihr Nest in unserem Carport.

Nach dem Mittagessen schnappe ich mir den Wolf zu einer kleinen Radltour nach Sonnenhausen. Leider haben wir unsere Rechnung ohne den Wind gemacht, sodass es ein ziemlich anstrengender und mauliger Ausflug war. Aber immerhin sind wir insgesamt 12,5 km geradelt. Die Aussicht in Sonnenhausen ist aber wie immer so schön, dass ich beschlossen habe, mir mal einen Tag frei zu nehmen und dort hinzuwandern, zu erkunden und zu zeichnen. Überhaupt bin ich gerade in Alleinewanderstimmung (Pilgerstimmung wage ich es noch nicht zu nennen, aber es kommt dem schon nahe). Ich habe mir neulich ein paar Bücher aus der Bibliothek ausgeliehen und mir darin schon ein paar nette Orte hier in der Umgebung ausgesucht. Zuerst bleibe ich ganz in der Nähe rund um Sonnenhausen, dann möchte ich einen Rundweg um Weyarn erkunden. Wenn ich mir mehr zutraue und ein paar Tage Zeit habe, will ich nach Murnau gehen mit mehreren Zwischenstops. Wenn es wirklich so weit ist, schreibe ich mehr darüber. Momentan ist das noch die Ideenphase.

Wieder daheim habe ich mich gemütlich bei einer Tasse Tee mit meinem Wochenrückblick und der Planung der nächsten Woche beschäftigt. Der Mann kam dann auch. Nach dem Abendessen habe ich mir Astrid in der ZDF Mediathek angesehen. Ein wirklich berührender Film, der mir mehr als ein Tränchen entlockt hat, obwohl ich ihn schon zum zweiten mal gesehen habe.


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie bei StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

4 Kommentare

  • Andrea Wienken

    Liebe Jademond!!
    Ich habe alles versucht gegen Schnecken! Streue Schneckenkorn in den Garten, Ökotest sehr gut, es tötet nur die Schnecken!! Du hast sonst keine Chancen gegen die Biester!!!
    LG Andrea

  • Sandra Ortholf

    Liebe Ramona,
    Ja leider sind Schnecken beim Gärtnern nicht zu gebrauchen!
    Aber ich habe von einer älteren Freundin den Tipp bekommen die Eierschalen aufzuheben die beim Backen und Kochen anfallen und trocknen lassen.Wenn du einige beisammen hast dann etwas zerbröseln und um die Pflanzen streuen.
    Mir haben die Schnecken letztes Jahr meine ganzen Irise abgefressen.Und dieses Jahr habe ich das mit den Eierschalen angewendet und das hat sehr gut funktioniert.Dieses Jahr habe ich wieder blühende Irise.
    Ich bin kein Freund von Schneckenkorn.
    Vielleicht magst das mal ausprobieren.
    Lieben Gruß
    Sandra

  • Frische Brise

    Ich habe gelesen, Muscheln wären auch gut. Die gibt es auch in großen Säcken zu bestellen.

    Sie sind so uneben, dass die Schecken nicht drüberkriechen können. Ist wahrscheinlich eine ähnliche Wirkung, wie bei den Eierschalen.

  • Katja*

    Schnell und kurz, ich lege abgeschnittene Brennnesseln um meine Tomaten. Hilft ein bisschen gegen Schnecken, düngt mild = erste Wahl.

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