Von Bienenstichen, Herzensarbeit und Fehlern

Von Bienenstichen, Herzensarbeit und Fehlern

Na das war ein Wochenende. Am Freitag tritt der Sterngucker auf der Spielplatzwiese in eine Biene. Der Stich schwillt an und bereitet ihm Schmerzen. Am Samstag ist er deshalb sehr jammerig und schlapp. Insgesamt haben wir keine gute Samstagsstimmung. Wir powern am Vormittag ein bisschen To-Do-Kram weg (Rasen mähen, Einkaufen, Müll verräumen, Wäsche, Haushalt). Ausserdem setze ich einen Sauerteig an, um mal wieder Brot selbst zu backen. Jahahaa, ich bin voll motiviert hier. Post hab ich auch verschickt an liebe Menschen. Und schöne Post bekommen. Hach!

Am Nachmittag legen wir den weinerlichen Sterngucker zu einem Mittagsschlaf hin. Ganze 2,5 h schläft er. Da hat sein Immunsystemwohl ordentlich am Bienengift zu arbeiten. Der Mann und ich arbeiten in kleinen Häppchen an unseren Jobs, die gerade anliegen. Am Abend fahre ich spontan und kurz zum Nachtflohmarkt in den Nachbarort. Danach setze ich mich noch hin un bereite die E-Mail und Kurs-Seite für das zweite Modul des Skizzenbuchkurses vor.

Im Blog entdecke ich, dass ich viele Kommentare auf meine letzten Blogposts übersehen habe. Ich lese sie alle durch und freue mich über das liebe Feedback und die interessanten Fragen.

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Sonntag

Nachdem ich am Samstag so spät ins Bett bin, schlafen wir alle aus. Ich beginne den Tag mit einer 3-min-Mini-Meditation. Das mache ich seit ich aus Freiburg zurück bin. Das ist mein Commitment in der Hoffnung, es irgendwann täglich länger zu schaffen. ich schreibe noch in mein Journal und stehe dann auf. Zum Frühstück backe ich uns Scones (wobei ich nicht sicher bin, ob die nur so heissen oder ob es verschiedene Arten von Scones gibt) mit Lavendelzucker.

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Nach dem Frühstück packe ich meine Zeichensachen und gehe in den Wald. Dort filme ich das zweite Modul des Skizzenbuchkurses {Eigenwerbung}. Das macht mir so viel Freude, dass ich am liebsten noch länger bleiben würde. Am liebsten hätte ich die Gruppe um mich und würde direkt vor Ort mit allen Teilnehmerinnen zeichnen. Ich finde sogar Blaubeeren und geniesse das Sommersonnenwaldlicht, die Geräusche und Natur.

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Wieder daheim kümmere ich mich um den Upload der Videos. Das dauert aufgrund der Daten ganz schön lange. Währenddessen schreibe ich die Kursunterlagen. Dann bemerke ich, dass die Email von Modul 2 schon verschickt wurde, obwohl sie erst morgen dran wäre. Oh je! Der Kurs ist in eine Email-Automation eingebunden. Ich habe mich in den Tagen verzählt und die falsche Zahl der Pausentage eingebenen. Auf der Kursseite hinterlasse ich eine kurze Notiz, ärgere mich kurz und beschliesse dann aber, daraus keinen Weltuntergang zu machen. Ich lerne viel über mich, meinen Perfektionismus, Zeitmanagement und den Umgang mit Erwartungen und Fehlern. Draussen regnet es einen kurzen satten Sommerregen. Ich mag das.

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Die Kindern wuseln rein und raus. Die Tochter habe ich schon seit gestern nicht mehr gesehen. Ich bin vertieft in mein Tun, mache aber immer wieder kleine Pausen. Am Kaffeetisch unterhalte ich mich mit dem Mann, der auch gerade viel zu tun hat, darüber, warum wir nicht einfach ein normales Angestelltenleben führen, abends nach Hause kommen, Fernsehen und uns gemütlich in unserer Familie einrichten. Aus solchen Unterhaltungen klingt die Sehnsucht nach Ruhe, Langsamkeit und Nichtstun. Gleichzeitig haben wir beide total Freude an unseren Herzensthemen und nehmen in Kauf, dass das (noch) nicht der einfachere und konventionellste Weg ist. Ich denke tatsächlich hin und wieder daran, ob es nicht besser wäre, als Angestellte irgendwo zu arbeiten, sicher jeden Monat meinen Lohn gezahlt zu bekommen und ein geregeltes Leben zu führen. Das ist immer ein Abwägen, was der Preis dafür wäre. Jaja, solche Gedanken gehen uns immer mal durch den Kopf.

Auch den Nachmittag verbringe ich mit dem Kurs und den Inhalten für die neue Woche im Jahr der Möglichkeiten {Eigenwerbung} mit Nadine.. Ich brauche eigentlich dringend Bewegung. Und vergesse das tiefe Atmen im Tun. Der Mann schaut Fussball, ich kümmere mich um die Jungs und meinen Kram. Nach dem Abendessen bringt der Mann die Jungs ins Bett, ich fahre zum Steinsee eine Runde schwimmen. Das tut gut!

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Danach beende ich meinen Kram für heute, schreibe den Blogpost und rede mit der Tochter, die nach Hause gekommen ist (ich sehe sie seit ihrem Abschluss nur noch hin und wieder. Sie geniesst ihr Leben.)

Was schön ist

  • Tolle Kursteilnehmerinnen und erstes Feedback
  • wie gut es mir gerade geht
  • Steinseeschwumm am Abend
  • Unsere wachsende Sommerferienideenwunschliste
  • Gespräche mit dem Mann
  • Vorfreude auf unser Monatsdate
  • Post im echten Briefkasten

Schön sind auch dei Bilder und Berichte aus anderen Familien. Susanne sammelt sie jedes Wochenende.

Ein Gedanke zu „Von Bienenstichen, Herzensarbeit und Fehlern

  1. ich finds immer wieder schön und inspirierend von dir zu lesen. schön deshalb, weil es oft herzerwärmend ist und ich die klarheit deiner fotos und texte mag. und es beeindruckt mich sehr, wie du dich als mutter organisierst und wie ihr als (eltern-) paar miteinander in austausch geht. durch dein niederschreiben hier im blog gibst du mir die möglichkeit, indirekt daran teilzuhaben. an meinen reaktionen erfahre ich viel über mich und kann meine bedürfnisse und sehnsüchte besser kennenlernen. und auch üben, über den vergleich und die damit oft verbundenen bewertungen hinaus ein tieferes verständnis für mich und meine individualität zu entwickeln. dafür möchte ich dir von herzen danken! habt einen feinen sommer, andrea

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