Wir dürfen küssen

Wir dürfen küssen

Das Wochenende zeigte sich stürmisch und verregnet. Eigentlich ein typisches Novemberwetter, wenn nicht schon Dezember wäre. Ein Wochenende, wo mal keiner von uns auf Tour war. Umso mehr nutzten wir die Zeit, daheim herumzulungern und uns treiben zu lassen. Es sind genügend Sachen fertig geworden, wir haben aber auch gelesen, am Feuer gesessen und gebastelt.

Am Samstag war ich mit der Tochter kurz auf dem Weihnachtsmarkt im Nachbarort. Dazu hat sie mich – Premiere – auf dem Motorrad mitgenommen. Das war schon ziemlich cool und ein komisches gefühl. Muttertaxi andersrum.

Auf dem Weihnachtsmarkt steuerte ich zielgerichtet ein paar Stände an, an denen ich etwas kaufen wollte. Wir fanden ein paar schöne Weihnachtsgeschenke. Schade, dass ich kein größeres Budget zur Verfügung hatte. So schöne tolle Sachen: Töpferwaren, Gartendeko, Pinsel, Federhalter, Wollsachen, Leckerein. Hach. Es gibt einige Weihnachtsmärkte, die mag ich sehr.

Weil ich neulich den Trompeten-Stempel geschnitzt habe, hatten die Söhne und der Mann auch Stempelschnitzlust angemeldet. Also begleitete ich den Wolf und den Mann bei der Stempelherstellung. Der Wolf hat sich einen Wolfskopf geschnitzt, der Mann einen Gong.

Auch der Sonntag ist verregnet. Wir schlafen lange aus und frühstücken dann in Etappen. Der Sterngucker zündet die Pyramidenkerzen an und ist, immer und immer wieder, fasziniert davon.

Nach dem Frühstück arbeiten wir ein bisschen. Ich schreibe Karten und stricke an meinen Socken. Ausserdem kümmern wir uns noch um die Produktseite vom Buch der Möglichkeiten. Die digitale Version kannst du direkt bestellen, bei der gedruckten Version warten wir jetzt noch auf die Freigabe von Digistore (bei der digitalen Version gibt es die Möglichkeit auf die Printversion zu upgraden. Das scheint zu klappen). {Eigenwerbung}

Eigentlich müssen wir Kindergarten putzen, aber so richtig kommen wir nicht in die Pötte. Deshalb essen wir erst Mittag und fahren danach zum Kindergarten. Der Wolf bleibt mit seinem Freund daheim.

Weil Sturm war, bitte ich den Mann auf dem Rückweg an der Allee mit den vielen Mistelbewachsenen Bäumen lang zu fahren. Beim Sturm werden manchmal Äste runtergeweht. Und vielleicht haben wir ja Glück und finden Mistelzweige.

Wir hatten Glück! Der Mann entdeckte vom Auto aus einen großen abgebrochenen Ast mit zwei großen Mistelbüscheln. Mich kann man mit so einfachen Dingen glücklich machen. Freudestrahlend packte ich das Ding ins Auto und schmückte daheim das Haus.

Jetzt können wir uns unterm Mistelzweig küssen, hihi!

Andere Wochenendeinblicke gibt es zum letzten Mal bei Susanne. Danach wird die Reihe bei Großeköpfe fortgesetzt.

Ein Gedanke zu „Wir dürfen küssen

  1. Liebe Ramona,
    die Misteln hätten auch mich sehr glücklich gemacht. Glück ist eben einfach unbezahlbar. Vielleicht sollte ich mal auf die Suche gehen?! Sturm wäre jedenfalls vorhanden.
    Wie seltsam es sich anfühlt, wenn plötzlich das große Kind steuert und man selbst nur noch Copilot ist, kann ich nur bestätigen ;o)
    Deine Tochter war gewiss sehr stolz dich fahren zu dürfen?!
    …und ich bewundere wieder dein Sternenlicht. Du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr es mich wurmt, das Falten (trotz diverser Anleitungen) nicht mehr hinzubekommen…
    Herzlicher
    Claudiagruß

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