_Wochenende

Wochenende – Aufräumsamstag

Das erste Strohwochenende in diesem Jahr. Der Mann ist zur Gongausbildung in Aschaffenburg, ich bin mit den Kindern allein. Am Freitag abend ist ein Eltern-Kindabend in der Wolfklasse. Die Tochter hat den Freundeshund dabei und kümmert sich derweil um den Sterngucker, macht ihm Abendessen (Pfannkuchen) und beginnt mit ihm ein Nähprojekt. Der Wolf zeigt derweil in seiner Klasse uns Eltern, wie er Teil einer Klassengemeinschaft ist, woran sie arbeiten und was sie können. Ein kurzweiliger Abend mit ein paar organisatorischen Infos noch dazu.


Danach fährt er mit zu einem Freund. Inzwischen wird unsere Gemüsekiste geliefert. Draussen ist es schon dunkel. Wir verräumen das Gemüse. Der Sterngucker freut sich über die bunte Vielfalt. Ich bringe die Tochter mit dem Hund zurück in ihr Zweitzuhause und danach den Sterngucker ins Bett. Feierabend! Ich bin soo müde, aber irgendwie rappelt es mich noch und ich baue im Blog ein neues Theme ein. Das wollte ich schon so lange machen. Ich bin zufrieden. Es ist schlicht, elegant, und ich mag die versteckte Sidebar und so Features.

Samstag

Ich werde früh wach. Nicht nur, weil die Mülltonnen abgeholt werden. Etwas schlapp ist mir zumute. Am Tag zuvor hatten wir Sturm oder Föhn oder sonstigen Wetterumschwung. Da reagiere ich manchmal empfindlich drauf. Ich lungere noch eine Weile im Bett herum, stehe dann aber auf, weil ich auch hungrig bin. Ich geniesse ein ruhiges, gemütliches Frühstück allein und halb im Dunkeln, blättere in Gartenbüchern, die ich mir aus der Bibliothek ausgeliehen habe und überlege, was ich dieses Jahr alles anbauen möchte. Letztes Jahr war da ja eher ein verpeiltes Unkrautjahr. Diesmal bin ich inspiriert vom Bauerngarten, den ich im Sommer gegossen habe und von Sabrina’s Permakultur-Inputs auf Instagram. Mal sehen, wohin das führt.

Gegen 8 kommt dann auch der Sterngucker und frühstückt mit mir weiter. Er erzählt mir, dass er es besser fände, wir würden etwas von hand arbeiten. Nicht am Computer sitzen. Ein Restaurant oder Café wäre zum Beispiel toll. Und ausserdem will er nicht der Jüngste/Kleinste in der Familie sein.

Nachdem wir die Frühstückssachen verräumt haben, beginnen wir eine Runde Monopoly Junior. Das Spiel haben sich die Kinder aus der Bibliothek ausgeliehen. Es ist etwas einfacher und weniger komplex als das große Monopoly. Es stellt einen Jahrmarkt dar. Die einzelnen Stationen sind Buden und Attraktionen für die man BesitzerIn wird und dann Einnahmen erziehlt. Das finde ich eine schöne Idee.

Wir nähen dann noch sein angefangenes Kuscheltier fertig. Er stopft es aus und spielt damit.

Use what you have

Motiviert von der Zeit statt Zeug Challenge wollte ich ein wenig aufräumen. Neulich war die Aufgabe, in 15 Minuten 15 Dinge auszusortieren. Ich hatte das angefangen und mich hat an jenem Tag wirklich gefuchst, dass ich auf Anhieb keine 15 Dinge gefunden habe. Aber im Vorratsraum, da gibt es genug zu tun. Das ist auch unser Waschraum und Lagerraum für diversen anderen nicht immer benötigten Kram. Es ist eng da drin und meistens auch chaotisch. Eigentlich will ich nur das Vorratsregal durchsortieren, um mir einen Überblick zu verschaffen, was wir noch alles an Vorräten da haben und wie wir die in unseren Speiseplan einbauen könnten. Bei der Gelegenheit finde ich natürlich die ein oder andere abgelaufene Packung irgendwas  und entsorge sie.

Nach dem Vorratsregal mache ich weiter. Bei der Kerzenschublade bleibe ich hängen. Ich könnte die Wachsreste einschmelzen und neue Kerzen giessen. Darauf habe ich aber wenig Lust. Ich sortiere dann aber doch die Reste farblich und stelle aus den gemischten Resten Feueranzünder nach dieser Anleitung her. Die können wir immer brauchen und alle Zutaten hatten wir im Haus. Ein Test am Abend: funktioniert! Aus alten T-Shirts schneide ich Putzlappen, alte Bettlaken reisse ich in Streifen, um damit zu häkeln (mit so großen dicken Häkelnadeln).

Der Sterngucker guckt Ranjid. Den feiert er gerade total, sagt er. Ich rolle innerlich mit den Augen. Währenddessen koche ich Mittagessen. Basmati Reis und Curry mit Blumenkohl, Karotten und Kartoffeln, weil im Kühlschrank noch eine angefangene Dose Kokosmilch und ein halbes Glas Tomatensosse stehen. Die Portion reicht noch für das Abendessen.

Was auch noch zu der Überschrift passt: wir waren am Freitag nicht einkaufen und haben nun keine Schneehose für den Sterngucker. Aber wir haben eine gefütterte Engelbert-Strauss-Winterhose und lange Unterhosen. Das muss reichen. Diese Engelbert-Strauss-Hosen sind übrigens herrlich robuste Kinderhosen, gefüttert oder ungefüttert. Und es gibt sogar Modelle, die nicht sofort nach Miniarbeitshose aussehen. Die seh ich hier an ganz vielen Kindern. ich weiss nicht, ob es daran liegt, dass hier einige Eltern Handwerksbetriebe haben? Früher sind die mir nie aufgefallen.

Mama-Taxi und Einkaufsrunde

Gerade als ich mal eine Runde Frischluft schnappen will, kommt eine Nachricht vom Wolf, dass ich ihn jetzt bei seinem Freund abholen kann. Also fahren wir den Wolf abholen (das dauert ungefähr 30 min für eine Strecke). Ich bin froh, dass wir gerade das Tochterauto zur Verfügung haben. Das erspart viel Logistikplanung (wir buchen sonst beim Autoteiler für die Mann-Abwesenheiten und müssen das Auto in der Nachbarstadt abholen und zurückbringen). Auf dem Rückweg gehen wir kurz noch einkaufen. ich habe im haushaltsgeldbeutel noch 4 Euro und keinen Plan, was ich kochen will. Also kaufe ich Bananen (sind alle), Joghurt (auch alle), ein Kästchen Rucola-Kresse (hat mich angelacht) und Hefe (kann man immer brauchen und kostet nicht viel). Der Wolf mault, weil das Budget nicht für Tiefkühlpizza reicht.

Wir essen die Reste vom Mittag zum Abend. Dann schaun wir ein Stück des Filmes Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes, den ich von einer Freundin zum Geburtstag bekommen habe (ich habe ihn schon im Kino gesehen, wollte ihn aber gern nochmal anschauen). Die Kinder fanden den Film aber langweilig (war zu erwarten), aber wir konnten innehalten und ein bisschen über Armut und Reichtum sprechen und in dem Buch Where children sleep von James Mollison blättern. Dann ist Bettzeit für den Sterngucker. Der Wolf darf ein bisschen zocken während ich seinen Bruder ins Bett bringe. Dann muss auch er das Wohnzimmer verlassen. In letzter Zeit bin ich genervt von seinem abendlichen Herumgelungere. Er kommt wohl doch in die Pubertät. Plündert abends noch den Kühlschrank, geht spät ins Bett und schlurft den ganzen Tag mit Kopfhörern auf den Ohren durch das Haus.


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Ein Kommentar

  • Birgit

    Liebe Ramona,
    herzlichen Dank für deinen Beitrag, in dem ich mich einmal mehr wiedergefunden habe. Die beiden oberen Bücher auf deinem Stapel haben mich so sehr angesprochen, jetzt habe ich sie als Hörbuch. Ich wünsche dir noch einen geruhsamen Sonntag.

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