_Wochenende

Zweites Januarwochenende 2021 – Langsamkeit zelebrieren

Hinter uns liegt ein herrlich entspanntes Wochenende. Ganz von der Sorte, wie ich es mag.Ich hatte viel Zeit und Ruhe für Müßiggang, Spaziergänge, kreatives Gewerkel und gutes Essen.

Der Freitag war eine kleine Einstimmung auf die kommende Schulwoche. Der Mann fuhr nach München zum Reperaturservice für seinen Mac. Der Akku war kaputt gegangen. Nun war es mit den geschlossenen Geschäften gar nicht so einfach überhaupt jemanden zu finden, der sich um die Reparatur kümmern konnte. Er hatte dann aber doch Glück und kam am Mittag mit einem reparierten Computer zurück. Derweil saß ich mit dem Sterngucker zu einem kurzen digitalen Treffen mit seiner Klasse zusammen. Als Auftrakt in die Zeit nach den Ferien. In einem kleinen Videomeeting konnten sich alle Kinder einmal sehen und die LehrerInnen den Ablauf für die nächsten Wochen erklären und eventuelle Fragen beantworten. Besonders gut fand ich, dass nochmal betont wurde, dass der Fokus auf gutem Kontakt zu den Kindern liegt, weniger auf irgendwelchem zu schaffenden Stoff. Es wird gemeinsame Morgenkreise in Gruppen geben und die üblichen Angebote, wo die Kinder sich ihre Themen selbst vornehmen bzw Vorschläge bekommen.

Der Mann veröffentlicht auch seinen Jahresrückblick in 100-Dingen. Den Rest des Tages verschlumpern wir gemütlich im Haus und draussen mit Dingen, die uns Freude machen. Ich schicke noch ein paar Texte für eine Workshopbeschreibung auf den Weg. Ende Januar wird das Frauenkreativ-Wochenende wieder stattfinden, diesmal als Online-Angebot.

Samstag

Auch der Samstag wird ganz ruhig. Der Stergucker verabredet sich mit seinem Freund (dem einzigen, den er momentan trifft). Wir geniessen die herrliche Ruhe und das Faulsein. Auf einem Spaziergang entdecke ich Bärlapp, den ich später in mein Skizzenbuch zeichne. Die erste Pflanze im Perpedual Journal. Das Perpedual Journal ist ein Skizzenbuch, was man auf ein Jahr Wochenweise anlegt und dann immer eine Pflanze pro Woche reinzeichnet (oder auch mehr). Am Ende des Jahres beginnt man wieder von vorn und ergänzt die Pflanzen in der jeweiligen Woche auf der Seite. So entsteht ein Skizzenbuch mit Pflanzen über mehrere Jahre. Inspiriert dazu hat mich Lara Gastinger, die auf ihrem Instagram Account auch erklärt, wie genau das funktioniert.

Auch auf Instgram verliebe ich mich in eine Zeichnung von Aleksandra Sobol (die mit dem Mohn) und kaufe mir diese spontan von einem Teil des Blogteekassengeldes. Jetzt brauche ich dafür noch einen Rahmen und dann hänge ich es in mein neues Zimmer, was noch darauf wartet, hübsch gestaltet zu werden. Ich habe dann bald schon eine schöne kleine Sammlung von Original-Kunstwerken im Haus hängen und freue mich über jedes einzelne.

Am Abend kommt die Gemüsekiste. Ich nutze ein bisschen Zeit zu Schreiben und lese in einem Gottfried Pott Buch, was mich sehr inspiriert. Die Tochter kommt vorbei, wir bestellen ihr einen Kalender bei Leuchtturm. Sie ist immer etwas genervt von den Ausgangsbeschränkungen. Ab 21 uhr darf man hier nicht mehr unterwegs sein. So müssen sie immer genau auf die Uhr schauen, wann sie hier losfahren müssen, um wieder im anderen Zuhause anzukommen. Das macht es zeitweise sehr stressig, vorallem weil mir scheint, dass Teenager in einem anderen Zeitgefüge leben.

Sonntag

Am Samstag hat der Mann leckere Dinge im Bioladen eingekauft. Frische Semmeln, guten Käse und sogar etwas Lachs (*räsuper* Vegan schleift hier gerade etwas, das möchte ich aber wieder in den Fokus rücken.) Der Mann und ich, wir vermissen nämlich unsere Monatsdates. und haben beschlossen, dass wir nicht drauf verzichten wollen, nur weil die Cafés geschlossen haben. Also haben wir uns für Sonntag 8:30 Uhr am eigenen Frühstückstisch verabredet. Der Sterngucker hat anfang mitgegessen, dann haben wir die Kinder ihren Mediengeräten überlassen und uns richtig Zeit füreinander genommen, ein Glas Sekt (den haben wir von der Nachbarin zu Weihnachten bekommen) und grünen Tee getrunken, frische Semmeln mit leckerem Belag gegessen.

Währenddessen beschäftigten wir uns mit unserer Jahresplanung (für das erste Quartal). So sitzen wir ziemlich lange da, führen schöne Gespräche und brainstormen Ideen. Dann brauchen wir ein bisschen Bewegung und gehen ein bisschen nach Draussen. Es ist kälter geworden. Wir nehmen den Sterngucker mit zum Rodeln.

Im Laufe des Wochenende treffen die Schulmails der Jungs ein (die Tochter kümmert sich selbst). Ich drucke die (wenigen) Arbeitsblätter für den Wolf aus und leite ihm den Stundenplan mit den Zugangslinks für die entsprechenden Arbeitsphasen weiter. Mit dem Sterngucker gehe ich seine Schulsachen durch, packe Wechselsachen, Hausschuhe und lasse ihn sein Federmäppchen flott machen. Er wird ab morgen in die Notbetreuung der Schule gehen. Die können wir als Selbständige in Anspruch nehmen, was ein großer Segen ist.

Ich erinnere den Wolf daran, dass er noch Spiele fotografieren wollte, die wir aussortiert haben. Die stelle ich später noch auf meinem Instagram Flohmarkt zum Verkauf frei. Ich zeige ihm ausserdem noch eine Kiste voller Bücher, die der Mann neulich aussortiert hat beim Zimmertausch. Die scannt er mit der Momox-App ein. Das begeistert ihn. Im Nu hat er 100 Euro zusammengescannt. Er ist motiviert, weil er sich einen Gamersessel kaufen will.

Am Abend bereiten wir Kartoffelgratin (der Wolf) und Salat (der Sterngucker) zu und beenden den Tag nach dem Abendessen etwas früher als in den Ferien.

Gegessen

  • Aus dem Buch Deliciously Ella habe ich Süßkartoffel-Zuchini-Eintopf mit Reis gekocht. Der war nur so mittelgut. Die Familie mag keine Süßkartoffeln und auch keine Zuchini. Also habe ich den Topf für mich alleine gehabt. Davon stehen noch fast 2 Gläser im Kühlschrank.
  • Spaghetti mit Brokkoli und Lachs
  • Kartoffelgratin mit Salat
  • Zwar kein Essen, aber was ich gerade sehr mag ist der „Unwind“-Tee von Shoti Ma, ein sehr leckerer Vanille-Chai, den ich von unserer Nachbarin bekommen habe.

Gelesen

Ende letzten Jahres habe ich mir eine Probeausgabe der Zeitschrift „Anders Leben“ bestellt (gut befunden, mir ein Abo geleistet und eins an eine Freundin verschenkt. ) Darin lese ich jetzt immer mal einen Beitrag. Gestern habe ich Microsabbatical entdeckt. Na da hätte ich direkt Lust drauf. Ein paar Tage im Tiny House im Wald wohnen, nur für mich sein. Ah!

Ein bisschen bei Gottfried Pott geschmökert.

Abends im Bett lese ich gerade das Buch „Lavendelzimmer“ von Nina George, was mir meine Freundin auf unserem Bamberg-Ausflug geschenkt hat. Hach, so ein schönes Buch. Ich esse in Frankreich, flaniere durch Paris und weine mit der Hauptfigur. Dabei bin ich noch nichtmal auf Seite 100.

Gehört

Zu Beginn der Corona-Krise habe ich Helge Schneider wiederentdeckt und freue mich seit dem immer wieder über seine Inhalte auf Instagram.

Dankbar

Am Morgen allein aufstehen und Zeit für mich haben, Morgenseiten schreiben, Winter-Spaziergänge, der Spaß an meinem Selbstportrait-Projekt im Moleskine, Teekassengaben, viel Kreativzeit, gutes Essen, Aufräumenergie, Gespräche mit dem Mann und Nachrichten von und mit Freundinnen, vorfreudige Jahresplanung mit dem Mann

Notizen

  • Einen Homeschooling Stundenplan im Sketchnotes Stil hat Nadine Roßa gezeichnet und zur Verfügung gestellt.
  • Bei Ein-Guter-Plan kannst du deine Werte herausfinden. Sie können Leitstern für dein Jahr sein, indem du immer wieder überprüfst, ob das was du tust zu deinen Werten passt.
  • Frau Vergissmeinnicht hat ein einen Stickkalender im Angebot. Jeden Monat gibt es ein neues botanisches Stickbild passend zum Monat. Die Einnahmen spendet sie an ein rumänisches Waisenhaus. Aber nicht nur die Stickbilder sind wunderschön, sondern auch die Fotos und Aufbereitung im Blog.
  • Bei Goldnuss auf Instagram habe ich eine schöne Weihnachtsbaum-Recycling Bastelidee entdeckt. Wie herzig!
  • Und Ducathi, die Designerin der tollen Mustersocken, die ich letztes Jahr gestrickt habe, hat eine Anleitung für eine Mütze rausgebracht. Hach, diese Farbkombination würde perfekt zu meinem Mantel passen!
  • Beim Verband der Posaunenchöre gibt es Noten zum Download zum Proben und vom Balkon spielen.
  • Beim Teetrinken nervt mich gerade sehr, dass unser Wasser aus dem Wasserkocher immerzu Kalkblättchen mitschwemmt, trotz dem wir den Wasserkocher regelmässig entkalken. EIne kurze Recherche nach Kalkfiltern ergab, dass die gar nicht wirklich wirkungsvoll und hygienisch fragwürdig sind. Vielleicht hat ja eine von euch eine Idee gegen verkalktes Teewasser?

Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.