_Wochenende

Zweites Maiwochenende mit dem Geburtstag des Wolfes

Die vergangene Woche verging wie im Flug. Geburtstagsvorbereitungen, Arbeit (Kursvorbereitungen, Telefonkonferenz, Orgakram) und natürlich Schule zu Hause. Ich habe viele Schreibjobs, wofür mir oft die Ruhe fehlt. Die türmen sich langsam auf meinem Schreibtisch bzw in meinem Kopf. Cool wäre, so eine Art Denkarium zu haben wie in Harry Potter. Da könnte ich die fertig gedachten Texte einfach aus meinem Kopf aufs Papier ziehen. Wobei das Schreiben ja auch ein Denkprozess ist. Wie beim Reden („Die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden“ – Kleist). Aber gut, bevor ich meine Schreibzeit jetzt mit philosophischen Gedanken fülle, will ich kurz einen Einblick in unser Wochenende gewähren. Und dann den Schriftenteppiche-Onlinekurs für den morgigen Beginn startklar machen (Du kannst dich noch anmelden!).

Freitag

Am Freitag war also der Wolfsgeburtstag. Er hat schon Wochen vorher mit dem Countdown begonnen und sich so sehr gefreut auf den Tag. Oh je, das kennen wir. Wenn er sich sehr auf etwas freut, wird er auch schnell eng und die Spannung entläd sich am Tag dann mit Frust und Enttäuschung, weil die Erwartungen so hoch sind und er sich schlecht auf etwas anderes einstellen kann. Das hatten wir ein bisschen im Hinterkopf. Diesmal hat uns das Geburtstagskind aber durchweg ausgeglichen überrascht. Überhaupt, seit er nicht mehr zur Schule muss, haben wir hier einen ziemlich umgänglichen Wolf. Aber das ist ein anderes Thema.

Der Geburtstag war von vorn bis hinten ein schöner Tag. Mit gemeinsamen Pfannkuchen-Schokoaufstrich-Frühstück, tollen Geschenken, Spaß und Spiel (er hat eine Dartscheibe, einen Boomerang und einen Basketball bekommen), Pizza zum Mittagessen und am Abend Lagerfeuer mit Gitarre, Hotdogs und viel gemeinsam verbrachter Zeit. Wir haben uns für diesen Tag extra arbeitsfrei genommen und der Wolf hatte alle Schulaufgaben schon zu Beginn der Woche erledigt, sodass wir den ganzen Tag frei waren zu feiern.

Samstag

Der Samstag fühlte sich anfang etwas katrig an. Nicht, weil wir getrunken haben, aber einen ganzen Tag in Feierstimmung und am Auffangen der geschwisterlichen Emotionen, wenn ein Kind im Geburtstagsmittelpunkt steht, ist doch auch anstrengend und hinterlässt Spuren. Das Wetter war etwas seltsam. Am morgen noch trüb, am Nachmittag dann sommerlich heiss.

Am Morgen habe ich noch beim Bibelartjournaling via Zoom mitgemacht. Ich habe eine Stelle aus dem Epheserbrief (die Waffenrüstung Gottes) gestaltet. Das Bild hatte ich in der Vergangenheit schon begonnen und jetzt einfach fertig gemacht.
Nach dem Mittagessen (Spaghetti und Sosse mit kleingeschnittenen Tofuwurst-Resten vom Geburtstagsabend) haben wir im Garten gewerkelt. Die Tochter hat eine weitere Lieferung Erde geholt. Damit konnten wir pflanzen, säen und umtopfen.

Am späten Nachmittag war ich mit der Tochter und dem Hund eine Runde laufen. Bis zum Frauenbründl, einer kleinen Kapelle mit Quelle hier in der Nähe, und wieder zurück. Ich mag den Ort sehr gern. Die Laufrunde tat gut. Währenddessen habe ich mein Madame Moneypenny Hörbuch weiter gehört, wo es im Kapitel über Aktien und Geldanlagen ging. Beim Frauenbründl lag eine Reihe bemalter Steine. Ich kenne sowas ja mittlerweile aus dem Internet, wo Menschen bemalte Steinreihen legen. Sie aber so in echt liegen zu sehen, berührt das Herz nochmal ganz anders. Und wieder ist es ein Beweis, dass der Mensch gestalten will. Dass es tief in uns drinnen ein Bedürfnis ist, uns auszudrücken, sichtbar zu machen und unsere Umwelt zu gestalten. Kunst ist wichtig. Gerade in Zeiten wie diesen. Kunst schenkt Hoffnung, macht sichtbar und hilft, unserem Innersten Ausdruck zu verleihen. Kunst heilt. (Das ist übrigens auch der Grund, warum ich meine Kurse anbiete. Ich möchte jedeN ermutigen, sich auszudrücken und sein Leben zu gestalten. Nicht nur auf Papier. Sondern auch im Sinne von Selbstbewusstsein, Wertgefühl und Mut.)

Sonntag

Der Sonntag steht nun ganz im Zeichen von Arbeit. Nachdem der Samstag ein Sabbat, ein Nichtstun-Tag, war, bin ich heute ganz motiviert, die restlichen Dinge auf meiner Liste zu erledigen.

Heut Nacht hat es geregnet. Entsprechend aktiv sind die Schnecken im Garten. Die Viecher lassen mich etwas verzweifeln und nehmen mir wirklich viel Freude am Gemüseanbau. Denn es bleibt kaum was übrig von dem, was ich pflanze und säe. Jammer!

Zum Muttertag hat mir der Jüngste Liebesbeweise auf den Tisch gelegt. Eine Drehscheibe mit Herzchen und Hab-dich-lieb. Das hat mich sehr gerührt: Wie ich es auch drehe, ich bin geliebt!

Der Rest des Tages wird so dahinplätschern. Essen, Spielen, Stricken, Lesen und die nächste Woche planen. Gestern kam der vorerst letzte Wochenbrif für den Sterngucker mit Arbeitsvorschlägen für die kommende Woche. Ab dem 18.Mai darf der Sterngucker wieder zur Schule. Die Vorbereitungen in der Schule zur Einhaltung der Abstand- und Hygieneregeln laufen schon.

***

Gesehen: meine Sensing Gruppe per Video, Kunden/Freunde im Zoomcall, eine Freundin und ihre Tochter, die kurz hier waren im Garten, Sendung mit der Maus
Gespielt: Lego, Dart, Frisbee, Fussball
Gestaltet: Skizzen im Moleskine, Vogel-Entwurf, Bibleartjournaling
Gelernt: ich frische mein Russisch auf Duolingo auf (und bin erstaunt, wieviel ich noch weiss), Fotoverwaltung mit Lightroom (ein Kurs, den ich bereits vor einigen Jahren belegt habe und nun auffrische, weil er nochmal kostenlos angeboten wird. Der ist richtig toll!), Geldgedöns mit Madama Moneypenny
Bewegt: 6 km Laufrunde und bei den oben genannten Spielen
Vorgelesen: nichts
Gelesen/ gehört: Ein Regenschirm für diesen Tag, Walden, Jesus Lifecoach, Madame Moneypenny, Andere Zeiten Magazin

Hinweis: Wenn du Lust auf Yoga oder Sadhana hast, hier haben wir einige Angebote der Prana Jio Academy zusammengestellt.


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2 Kommentare

  • Edi

    Hi Ramona,

    Zum 🐌 Problem- eine Freundin hat Haselnussschalen ausgebreitet und ist jetzt schneckenlos!

    Die Drehscheibe ist Liebe pur ❤️

  • andrea

    das was du über kreativität schreibst hat mein herz sehr berührt. bei den newslichtern las ich kürzlich: licht und dunkelheit sind getrennt. dazwischen liegt die schöpfung. ist das nicht ein schöner, befriedender gedanke? liebe grüsse zu dir und ein extra drücker für den wolf. das was du über seine schulabstinenzausgeglichenheit schreibst höre ich hier aller orten….und noch ein schneckenps. kaffeesatz in reihe drumrum gestreut soll auch helfen. vielleicht gibt es eine vieltrinkerfirma in euerer nähe, die ihr anzapfen könnt….

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