Wehen veratmen üben

Wehen veratmen üben

Dieser Blogpost liegt schon seit 2013 ungefähr in meinem Entwurfsordner. Auch fertig geschrieben und nie veröffentlicht. Ich räume jetzt also nach und nach den Entwurfsordner auf und schaue, welche Blogposts da noch zum Vorschein kommen. Heute gibt es was zum Thema Geburt. Eine Übung, um das Atmen unter den Wehen zu lernen. Ich kenne die Übung aus dem Kundalini Yoga, nicht nur für Schwangere. Diese Übung ist auch eine Nervenstärkungsübung.

In meinem Eintrag zum Thema Nasenatmung wurde ich gefragt, ob ich nicht noch Tipps zum Thema Atmen während der Geburt/ Wehen habe. Ja, habe ich. Mein Lieblingsthema. Und passend zur Ausbildung (das war damals die Ausbildung zur Yogalehrerin für Schwangerschaft und Rückbildung), die ich grad mache. Da kann ich gleich den Klassiker unter den Geburtsvorbereitungsübungen auspacken. Wehenstimulationsübungen. Also, Schwangere vor.

Setz dich in die einfache Haltung (Schneidersitz). Schau, dass du gut auf deinen Sitzhöckern sitzt (die Knochen unter deinen Pobacken). Kipp eventuell dein Schambein ein bisschen nach oben. So, jetzt geht’s los. Hebe beide Arme seitlich von deinem Körper hoch, bis sie parallel zum Boden sind (das sieht dann in etwa so aus). So als würdest du fliegen. Halte die Position. Spüre wie dein Atem fliesst. Rein in den Bauch und vor allem auch wieder raus. Nach einer Weile spürst du vielleicht ein bisschen Spannung in den Armen. Atme weiter. Auuussss. So langsam werden deine Arme schwer, vielleicht kommt schon ein kleiner Schmerz dazu. Konzentrier dich auf deinen Atem. Immer schön Auuussatmen. Und die Position beibehalten. Diese Übung stärkt die Nerven (können also auch alle Nicht-Schwangeren hier machen). Immer schön halten. Du darfst auch tönen. Lange AAAA’s sind gewünscht. Ausatmen, Stöhnen, Tönen. Alles, was dir hilft, den Schmerz loszulassen.

Diese Übung sollst du 3-7 Minuten oder länger machen. Wenn du das eine Weile übst, wirst du deine Wehen gut veratmen können. Immer schön auf den Atem konzentrieren. Keine Zähne zusammenbeissen, sondern den Schmerz rausatmen. Es besteht ein Zusammenhang zwischen Kiefer und Scheide. Also, schön den Mund locker lassen. Beim Tönen A’s und O’s und U’s aber bitte keine I’s und M’s (die verschliessen den Mund). Eine Wehe dauert im Durchschnitt nur 60 Sekunden. Wenn du die Übung 3-7 min schaffst, dann schaffst du auch eine Wehe.

Gutes Handwerkszeug und starke Nerven

Natürlich wird dir diese Übung nicht helfen, eine schmerzfreie Geburt zu haben. Aber du lernst ein gutes Handwerkszeug, um in der „Extrem“situation, die eine Geburt ja doch irgendwie ist, richtig zu atmen. Das erleichtert den gesamten Ablauf. Wenn du regelmässig übst, kann dein Körper das dann schon fast von alleine. Ausserdem stärkt die Übung deine Nerven.

Ich habe damals während der Schwangerschaft mit der Tochter diese Übung im Geburtshaus beim Schwangerenyoga kennengelernt. Sie war fester Bestandteil jeder Yogastunde. Mal ging es leichter, mal fiel es mir total schwer.

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